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Wien - Waldbesitzervertreter aus Baden-Württemberg, dem Elsass, der Schweiz, aus Österreich und Bayern trafen sich vor Kurzem im deutschen Arnstein zum traditionellen Expertengespräch, um die Situation am Rundholzmarkt zu beurteilen und mögliche Entwicklungen zu analysieren. Nach Meinung der Forstleute hat die konjunkturelle Lage auf den Weltmärkten die Talsohle durchschritten und befindet sich in einem leichten Aufwärtstrend. Die Binnenkonjunktur ist nach wie vor geprägt von einer sehr verhaltenen Bautätigkeit, und sie hält den Schnittholzabsatz auf einem unbefriedigenden Niveau. Allein die staatlichen Konjunkturförderprogramme erzeugen eine Belebung des Schnittholzabsatzes im Inland.

Holzeinschlag
Foto: Pixelio / Rainer Sturm
Die Schnittholzexporte in die USA haben sich bisher noch nicht erholt, während nach Fernost eine leichte Belebung zu beobachten ist. Durch die Abwertung osteuropäischer Währungen stehen die Laubholzsäger immer noch vor Absatzproblemen bei Exporten in diese Regionen. Die Anpassung der Produktion der vergangenen Monate auf ein marktgerechtes Niveau trug wesentlich zur Stabilisierung der Schnittholzmärkte bei. Um für den verbliebenen Grundbedarf genügend Rundholz zu mobilisieren, empfehlen die Gesprächsteilnehmer einen Rundholzpreis für Nadelstammholz-Sortimente, der sich für die Waldbesitzer in einer "attraktiven" Höhe halten sollte.

Im gesamten Energieholzmarkt ist eine deutliche Dynamik spürbar. Bei Laubholz ist die Konkurrenz zwischen Säge- und Brennholz-Sortimenten deutlich zugunsten des Brennholzes verschoben worden. Traditionelle Stammhölzer bei der Buche bis einschließlich der Stärkeklasse L 3b werden bereits aufgrund der zu geringen Preisspanne zwischen Energie- und Stammholzsortimenten der thermischen Verwertung zugeführt.

Ähnlich zeigt sich die Lage im Bereich der Nadelschleifhölzer. Hier werden diese Sortimente zunehmend von der Plattenindustrie zu steigenden Preisen nachgefragt. Sollte der Bedarf der Sägeindustrie im Bereich Laubstammholz weiterhin auf dem derzeitigen, für den Waldbesitzer unbefriedigenden Niveau verharren, so wird die Anbieterseite versuchen, den Rundholzexport nach Fernost wieder verstärkt zu beleben.

Attraktive Preise sind eine Kernvoraussetzung für die notwendige Mobilisierung des Einschlages von Nadelstammholz vor allem in den Privat- und Kommunalwäldern - so lautet zusammengefasst die Botschaft an die Sägeindustrie. Der Forstseite empfehlen die Bodenseeländer, ausschließlich Holz auf bestehende Verträge einzuschlagen, um einem neuerlichen Preisverfall vorzubeugen.

Quelle: Österreichisches Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft / AIZ

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Artikel vom: 14.12.2009 10:15
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