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Athen - In den Straßen der griechischen Hauptstadt Athen stapeln sich die Abfälle. Zwar hatten nach einem dreiwöchigen Streik, den ein Gericht als illegal verurteilte, Athens Müllmänner begonnen, den Abfall zu einzusammeln. Doch etwa 850 Leiharbeiter legten erneut die Arbeit nieder, um gegen die Verwaltung zu protestieren, die ihnen keine Vollzeitstellen anbieten wollte.

Gemüsereste
Foto: Pixelio /Thorsten Freyer
Gewerkschaftsführer Panagiotis Velentzas nannte die momentanen Arbeitsbedingungen tragisch, da er und seine Leute für einen Lohn von 700 Euro ohne Überstundenbezahlung für Nacht- oder Wochenendarbeit tätig seien.

Gesundheitsexperten rieten den Athenern, ihrem Abfall zurück zu halten, statt ihn in überquellende Container zu werfen oder auf den Bürgersteigen loszuwerden. Sie befürchten bei längerem Ausstand Magen-Darm-Krankheiten, Hautausschläge oder Insektenstiche.

Innenminister Yiannis Ragoussis bat die Stadtverwaltung, notwendige rechtliche Maßnahmen zu ergreifen, um die Entsorgung wieder aufzunehmen.

Athens Bürgermeister Nikitas Kaklamanis antwortete, die Stadt hätte dies bereits eingeleitet. Schuld sei Ragoussis, dessen Ablehnung einzig dafür verantwortlich sei, dass die Grundforderungen der Streikenden nicht erfüllt worden seien. Kaklamanis fügte hinzu, dass die Forderung der Streikenden die einstimmige Unterstützung der zentralen Vereinigung von Städten und Gemeinschaften von Griechenland genießen würde, deren Präsident er ist.

Quelle: sapa-dpa / ANA-MPA

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Artikel vom: 16.12.2009 09:45
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