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Wien - Wissenschaftler haben eine Flüssigkeit zur selektiven Erfassung von Schwefeldioxidemissionen (SO2) entwickelt. Die neue Flüssigkeit, kurz DUBA, könnte die aktuellen Verfahren zur Abscheidung von SO2-Abgasen ersetzen.

Laborflaschen
Foto: Pixelio / Carsten Böttcher
Bei der Methode reagiert ein N-dibutylundecanolamine-Molekül mit Schwefeldioxid. Die daraus entstehende Flüssigkeit hat gegenüber anderen Verfahren den Vorteil, dass sie sich leicht transportieren lässt. Und der Prozess ist umkehrbar, da die SO2-reiche Flüssigkeit durch Erhitzung wieder in ihre Ausgangsbestandteile zerlegt werden kann. DUBA kann damit wieder zur selektiven Erfassung von Schwefeldioxid verwendet und das SO2 in anderen industriellen Prozessen verwertet werden.

Schwefeldioxidemissionen entstehen hauptsächlich bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Vor allem bei Kohlekraftwerken entstehen erhebliche Mengen an Schwefeldioxid. Aktuell wird das Schwefeldioxid durch korrosive Kalklösungen oder Natronlaugen von den Abgasen getrennt, ein Teil der dabei anfallenden Schwefelabfälle muss auf Deponien entsorgt werden. Neben dem Beitrag von SO2 zur Entstehung von saurem Regen trägt es auch zur Feinstaubbelastung bei und kann Atemwegsprobleme verursachen.

DUBA hätte den Vorteil, dass es umweltfreundlicher, energieeffizienter und weniger korrosiv als bisherige Methoden wäre.

Originalquelle: Heldebrant, D.J., Koech, P.K. and Yonker, C.R. (2009). A reversible zwitterionic SO2-binding organic liquid. Energy & Environmental Science. DOI: 10.1039/b916550a.

Quelle: EU-Umweltbüro.at

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Artikel vom: 17.12.2009 12:23
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