Wien - 27 Betriebe und 11 EnergieberaterInnen wurden am 30. November von Umweltminister Niki Berlakovich für ihre erfolgreichen Effizienzmaßnahmen prämiert. "Mit klima:aktiv, der Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums, unterstütze ich Betriebe auf ihrem Weg zu mehr Energieeffizienz. Davon profitieren Umwelt und Wirtschaft. Aktiver Klimaschutz bietet viele Chancen: Treibhausgase werden reduziert, Green Jobs geschaffen und die Lebensqualität wird massiv erhöht", zeigte sich Umweltminister Berlakovich überzeugt.
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| Fotocredit: Österreichische Energieagentur/Jana Madzigon |
"Die umgesetzten Maßnahmen belegen das große Engagement österreichischer Unternehmen für Energieeffizienz und Klimaschutz. Außerdem wird deutlich, dass Energieeffizienz nicht unbedingt mit großen Investitionen verbunden sein muss", betonte Berlakovich.
Die Tiroler Firma Fritz Egger konnte beispielsweise 28.000 Tonnen CO2 einsparen, indem sie den Ort St. Johann/Tirol mit Fernwärme versorgt, die aus Abwärme aus der Spanplattenproduktion und Biomasse erzeugt wurde.
Die Firma Sandoz, ein Großbetrieb mit 2.800 MitarbeiterInnen, konnte schon durch geringe Investitionen 320 Tonnen CO2 einsparen. Durch Optimierungsmaßnahmen im Destillationsprozess ist es dem klima:aktiv Partner Sandoz gelungen, den Energieverbrauch in der Destillation um 20% zu senken, und dies bei einer Amortisationszeit von lediglich 3 Monaten.
Das Familienunternehmen Reform-Werke Bauer, Produzent von Spezialfahrzeugen, zeigt, dass Einsparcontracting auch für Industriebetriebe ein interessantes Finanzierungsinstrument für Energieeffizienz darstellt. Maßnahmen in der Haustechnik sparen nun 652 Tonnen CO2 mit einer Amortisationsdauer von 47 Monaten ein.
Das Familienunternehmen Franz Krainer Fleisch- und Wurstwaren konnte in Summe aufgrund von Beratungen bereits 321 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Wie viel Energie durch die Beseitigung von Leckagen im Druckluftsystem eingespart werden kann, hat ein weiteres Beratungsprojekt des Energiedetektivs in der Firma Böhler Schmiedetechnik gezeigt. Beide Beratungen wurden im Rahmen des Steirischen Regionalprogramms "Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit" gefördert.
Die „klassische Maßnahme“ Abwärmenutzung wurde in vielen der ausgezeichneten Betriebe umgesetzt. Für ein sehr interessantes Beispiel der Abwärmenutzung wurde die Stadtgemeinde Weiz und zwei Weizer Betriebe ausgezeichnet. Die Stadtgemeinde Weiz hat in ihrer Kläranlage eine Abwasserwärme-Nutzungsanlage errichtet, die zwei angrenzende Betriebe – Autohaus Harb und Pichler Werke – mittels Wärmetauscher heizen und kühlen. Weiters auf Abwärmenutzung gesetzt haben die voestalpine Rotec, SAPPI Austria und Bäckerei Pumberger.
Mit intelligenter Beleuchtungstechnik und dem Einsatz von Wärmepumpen konnten in 38 Filialen des Handelsunternehmens bauMax 1.052 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Telekom Austria setzt mit der "Hot-Spot-Absaugung" auf die Entwärmung von Geräten, anstatt auf Raumkühlung.
Details zu sämtlichen ausgezeichneten Projekten sind unter klimaaktiv.at zu finden. Quelle: klima:aktiv
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Artikel vom: 18.12.2009 08:19
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