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Michendorf - Die Stiftung Initiative Mehrweg hat sich heute in Briefen an die den Bundes- und die Landesumweltminister gewandt, in denen die Bedeutung von Mehrweg-Systemen hinsichtlich Klima- und Ressourcenschutz hervorgehoben wird. Während das Thema Klimaschutz angesichts der Konferenz in Kopenhagen sehr präsent sei, solle der Blick auch nachhaltig erweitert werden auf die Ressourcenschonung. Dieser Aspekt erhalte mit der nationalen Umsetzung der novellierten Abfallrahmenrichtlinie und der darin verankerten Abfallhierarchie größere Bedeutung.

Förderkreis der Stiftung Initiative Mehrweg
Stiftung Initiative Mehrweg
Der Geschäftsführer der SIM, Staatssekretär a. D. Clemens Stroetmann, betonte: „Klima- und Ressourcenschutz erzwingen konsequentes Handeln in allen wirtschaftlichen Bereichen. Während derzeit in Kopenhagen über globale und nationale Ziele diskutiert wird, ist es uns ein Anliegen, konkrete, praxisnahe und nachhaltige Maßnahmen aufzuzeigen.“

Dieses seien zum Einen die tradierten und klimafreundlichen Mehrwegsysteme im Bereich der Getränkeverpackungen. Nach wie vor ersetzt eine 12er-Kiste Mehrweg-Glasflaschen mit je 0,75 l Inhalt - bei den derzeit üblichen 53 Umläufen - 320 PET-Einweg-Flaschen zu je 1,5 l. Leider seien die Mehrwegsysteme im Bereich nicht-alkoholischer Getränke dennoch wieder stark in Bedrängnis geraten. Stroetmann appellierte: „Es bedarf eines klaren Bekenntnisses der Politik für Mehrwegsysteme und entsprechende Maßnahmen“. Dies sei neben der anstehenden Kennzeichnungsverordnung auch eine Lenkungsabgabe für Einwegverpackungen.

Über diesen Bereich hinaus existieren zum Anderen aber auch ressourcenschonende und klimafreundliche Logistiksysteme wie z. B. Mehrwegtransportsysteme für Obst- und Gemüse, die bisher weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Im Jahr 2007 hatte die SIM für diesen Bereich eine ökobilanzielle Untersuchung durchführen lassen, eine Aktualisierung 2009 bestätigte erneut die Überlegenheit der Mehrwegsysteme - insbesondere gegenüber Einweg-Kartonverpackungen, die - so das Fazit der Studie - „in allen Wirkungskategorien die höchsten Umweltauswirkungen“ zeigen.

Die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) hat das Ziel, die nationale wie internationale Förderung und Harmonisierung von Mehrwegsystemen, unter Berücksichtigung von Umweltschutz, Bedürfnissen der Logistik und des Marktes zu fördern. Die Stiftung setzt sich durch die Unterstützung von Wissenschafts- und Forschungsprojekten umfassend für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und Ressourcen sowie für die Abfallvermeidung ein.

Quelle: Stiftung Initiative Mehrweg

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Artikel vom: 18.12.2009 11:08
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