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Köln - Zu einem zweitägigen Workshop über „Photovoltaik-Modultechnik“ trafen sich Ende November in Köln knapp 400 Fachleute der Branche, von Herstellern über Betreibern bis zu Vertretern von Forschungseinrichtungen. Sie diskutierten auf der ausgebuchten Veranstaltung beim TÜV Rheinland in Köln über die vielfältigen Aspekte der ressourcenschonenden Technologie. Bereits zum sechsten Mal veranstaltete die EnergieAgentur.NRW mit den von ihr gemanagten Clustern EnergieWirtschaft „EnergieRegion.NRW“ sowie EnergieForschung „CEF.NRW“ gemeinsam mit dem TÜV Rheinland einen solchen Kongress.

Photovoltaik-Anlage
Foto: Pixelio / Jürgen Frey
Dabei ging es auch um die Perspektiven der Solarbranche, denn diese befindet sich weltweit im Umbruch. Sie steht im Spannungsfeld der Anforderungen von Qualität, Zuverlässigkeit, wirtschaftlichem Betrieb und langer Lebensdauer einerseits sowie sinkender Preise andererseits. So befasste sich der erste Block der Fachvorträge mit den aktuellen Entwicklungen des Photovoltaik-Marktes. Übereinstimmung herrschte bei den Experten in der Bewertung, dass der deutsche Sektor als derjenige mit der größten Aktivität und somit als der bestimmende Markt weltweit gelten kann. Bei den Produkten lässt sich insgesamt ein beachtlicher Fortschritt hinsichtlich der Energierücklaufzeiten feststellen. Diese sind bei den neuen Anlagen deutlich zurückgegangen und liegen mittlerweile bei nur ein bis zwei Jahren. Manche Dünnschicht-Systeme erreichen sogar noch kürzere Zeitspannen.

In den folgenden Vorträgen zur Modultechnik behandelten die Referenten grundsätzliche Fragen zur Materialverwendung und der Auswahl der Komponenten. Daniela Sauter von der Firma Q-Cells SE berichtete beispielsweise von Erfahrungen beim Einsatz von sogenanntem UMG (Upgraded Metallurgical Silicon), dessen Herstellungsprozess im Vergleich zu bisherigen Materialien weniger aufwändig ist und somit weniger Energieverbrauch mit sich bringt. Innerhalb eines Jahres konnten bei Q-Cells bereits stark verbesserte Eigenschaften der PV-Module erzielt werden. Sie reichen nun an den Wirkungsgrad von Produkten heran, die mit Polysilizium angefertigt sind. Dr. Karsten Wambach, Sunicon AG, stellte Recycling-Verfahren für PV-Anlagen vor und wies darauf hin, dass bereits heute eine Recyclingrate von 85 Prozent aller Materialien erreicht wird und zukünftig etwa 95 Prozent zu erwarten sind. Ein freiwilliges Recycling-System mit Rücknahme der PV-Module ist bereits etabliert und wird weiter ausgebaut.

Am zweiten Veranstaltungstag ging es schwerpunktmäßig um die Themen Messtechnik, gebäudeintegrierte Photovoltaik sowie Normung und Zertifizierung. Auch Fragen, die mit dem Transport und der langzeitigen Verfügbarkeit zu tun haben, wurden einbezogen. Florian Reil vom TÜV Rheinland sprach über Schädigungsmechanismen beim Transport von Solarmodulen und stellte erste Ansätze für die Transportsimulation und die Minimierung von Transportbelastungen vor.

Nach zahlreichen Fachvorträgen und Gesprächen fasste Wilhelm Vaaßen, Leiter des Solarprüfzentrums von TÜV Rheinland, die Diskussion folgendermaßen zusammen: „Die Innovationsgeschwindigkeit in der Photovoltaik-Branche wächst enorm. Daraus ergibt sich der Druck, die Produkte permanent zu verändern und zu verbessern. Das muss auf qualitativ hohem Niveau gelingen aber auch unter dem Kostendruck, der sich aufgrund der Konkurrenz in Asien ergibt.“ Daher sei es wichtig, den fachlichen Austausch zu pflegen und auch ins Detail zu gehen. Dazu bot der sechste Workshop „Photovoltaik-Modultechnik“ in Köln ausführlich Gelegenheit.

Quelle: EnergieAgentur.NRW

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Artikel vom: 21.12.2009 09:08
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