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Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat auf die aktuelle Entwicklung der Klimakonferenz in Kopenhagen mit großer Enttäuschung reagiert. Angesichts der weltweiten Herausforderungen durch den fortschreitenden Klimawandel ist es nach Ansicht des BEE in höchstem Maße unverantwortlich, die Entscheidung über ein weitreichendes globales Klimaschutzabkommen weiter zu vertagen. Ein ambitioniertes Abkommen sei nicht nur unerlässlich für die Bewahrung der Lebensgrundlagen, sondern könne auch den notwendigen Umbau der Wirtschaft hin zu echter Nachhaltigkeit vorantreiben.

Logo Klimakonferenz Kopenhagen
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„Der Klimawandel wartet nicht. Deshalb müssen wir die Erneuerbaren Energien auch ohne verbindliches Klimaabkommen weiter zügig ausbauen. Sie sind die einzigen Energieträger, die unseren CO2-Ausstoß sofort drastisch senken“, erklärte BEE-Präsident Dietmar Schütz. Allein im letzten Jahr konnten die Erneuerbaren Energien in Deutschland über 100 Millionen Tonnen CO2 einsparen. „Das zeigt, wie viel wir durch richtige politische Rahmenbedingungen für den Klimaschutz erreichen können“, sagte Schütz.

Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erklärte in einer ersten Stellungnahme. "Es ist bedauerlich, dass die internationale Staatengemeinschaft sich in Kopenhagen nicht auf verbindliche Klimaschutzziele einigen konnte. ... Ziel muss es bleiben, ein konkretes Klimaschutzabkommen zu unterzeichen, das alle Staaten mit einbezieht. Ansonsten wird der Klimaschutz scheitern. Auch laufen dann die Europäische Union und Deutschland Gefahr, sich aufgrund der bisher selbst gesteckten Klimaschutzziele als Wirtschaftsstandort aus einem international wettbewerbsfähigen Markt auszugrenzen," erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende des BDEW.

Von der Klimakonferenz in Kopenhagen hatte die Erneuerbaren-Branche ein klares Signal für die weltweite Abkehr von der Verbrennung fossiler Rohstoffe erwartet. „Auf diese klare Botschaft werden wir wohl weiter warten müssen“, befürchtet Schütz. Um so wichtiger sei es, dass insbesondere Vorreiterländer in Sachen Erneuerbare wie Deutschland, Spanien oder Dänemark jetzt nicht nachlassen, sondern ihre Anstrengungen zur Abkehr von herkömmlichen Brennstoffen weiter forcieren.

„Kohle-, Öl- oder Uranförderung verursachen massive Naturzerstörungen, schädigen die Gesundheit der Menschen in den Förderregionen und führen zur Vertreibung von Bewohnern ganzer Landstriche“, unterstreicht Schütz. Der umfassende Einsatz Erneuerbarer Energien sei die richtige Lösung für diese schwerwiegenden Probleme und ermögliche eine nachhaltige und umweltverträgliche Energieversorgung auf Dauer.

Nach Ansicht des BDEW ist Klimaschutz keine Aufgabe, die allein im nationalen Rahmen verwirklicht werden kann. "Es wird weiter darauf ankommen, den Klimaschutz mit verbindlichen Maßnahmen für alle anzustreben. Dabei darf es auf internationaler Ebene nicht zu ungleichen Bedingungen für die Unternehmen kommen. Sonst ergeben sich für Deutschland zahlreiche Standortnachteile," meinte Hildegard Müller und betonte: "Aufgabe bleibt es, eine schlüssige Klimaschutzstrategie zu entwickeln, die die langen Investitionszyklen von Anlagen der Energiewirtschaft beachten. Dabei wollen die deutschen Energieunternehmen weiterhin erhebliche Investitionen in erneuerbare Energien, neue Kraftwerke, neue Netze und neue Technologien vornehmen."

Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie / Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft

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Artikel vom: 21.12.2009 09:51
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