Ende vergangenen Jahres hat der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung für die Altpapierbranche eine im Großen und Ganzen positive Bilanz gezogen.
Bonn – „Mein Fazit für 2009: Wir können selbstbewusst in den Spiegel schauen und haben uns achtbar geschlagen“, wird Hubert Neuhaus, Vorsitzender des bvse-Fachverbandes Papierrecycling zitiert. Nach seinen Worten waren die vergangenen Monate schwierig, aber die private Altpapierwirtschaft habe sich behauptet. Laut bvse sorgte sie erneut für den dringend notwendigen Mengenausgleich im Markt.
„Auch im Segment der haushaltsnahen Altpapiersammlung haben unsere Unternehmen ‚Kurs gehalten‘ und sich trotz schwierigster Umstände eben nicht aus der Sammlung zurückgezogen“, hob Neuhaus hervor. „Im Gegensatz dazu kommen fast täglich Meldungen aus allen Regionen Deutschlands, dass Kommunen entweder Gebühren für die Altpapiersammlung einführen oder Gebührenerhöhungen für diesen Bereich ankündigen." Das zeige, wie wichtig es sei, bei der im nächsten Jahr anstehenden Novellierung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes dafür zu kämpfen, dass den mittelständischen privaten Altpapierunternehmen nicht ohne Not Handlungsoptionen und Marktchancen genommen werden.
Das stehe auch bei den begonnenen Beratungen um die Produkteigenschaft von Altpapier im Fokus. Hubert Neuhaus: "Wir halten den Produktstatus für entsprechend definiertes Altpapier für wünschenswert - aber nicht um jeden Preis. Überbordende bürokratische Auflagen, Mehraufwand und –kosten durch komplexe Prüf- und Messmethoden könnten uns zu schaffen machen und zudem unsere Position gegenüber der Papierindustrie verschlechtern. Dies werden wir nicht mittragen."
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