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Die Verwertungswege von Klärschlamm fallen in den Mitgliedsstaaten der EU trotz einheitlicher Richtlinien sehr unterschiedlich aus. Während in einigen Ländern Klärschlamm noch deponiert, als Dünger oder im Landbau eingesetzt wird, führen andere diesen aufgrund höherer Schadstoffgrenzen bereits vermehrt der thermischen Behandlung in Mono- und Mitverbrennungsanlagen zu. Eine Studie von trend:research untersucht den Markt für Klärschlammentsorgung in Europa bis 2020.

Foto: Pixelio/mondzart-hohenlohe
Klärschlamm aus kommunalen, gewerblichen und industriellen Abwässern weist sehr unterschiedliche Beschaffenheiten und Schadstoffgehalte auf, was die Entsorgung nicht zuletzt durch strengere gesetzliche Vorgaben und eingeschränkte Verwertungskapazitäten erschwert. Für Kläranlagenbetreiber ergibt sich deshalb die Frage nach dem günstigsten und zuverlässigsten Entsorgungsweg für die anfallenden Schlammarten. Bei der energetischen Verwertung wird aus dem Abfall Energie gewonnen, die stoffliche Verwertung erfolgt in der Landwirtschaft, zum Beispiel als Dünger, im Landschaftsbau sowie in Zement- oder Ziegelwerken.

In der Prognose des Trend- und Marktforschungsinstituts trend:research wird die energetische Verwertung der dominierende Entsorgungsweg für Klärschlamm in Europa – der Anteil der energetischen Verwertung steigt um rund 50 Prozent bis 2020. Besonders große Potenziale bestehen dabei in den osteuropäischen Ländern. Die Erhöhung des Anschlussgrads an zentrale Kläranlagen führt europaweit zusätzlich zu einem Anstieg des Aufkommens an Klärschlamm. Beide Entwicklungen legen enorme Marktpotenziale frei.

Die energetische Verwertung nimmt zu
Die Studie untersucht die verschiedenen Verwertungsoptionen von Klärschlamm, etwa bezüglich der Entsorgungspreise, dem Aufbereitungsaufwand sowie der regionalen Entsorgungsmöglichkeiten. Von entscheidender Bedeutung für die sehr unterschiedlichen Möglichkeiten der Entsorgungswege und Verwertungsoptionen von Klärschlamm sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die zum Beispiel in der EU-Klärschlammrichtlinie (86/278/EWG) gesetzt werden.

Lesen Sie mehr in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 01/2010, Seite 11 ...

Die Studie „Klärschlammentsorgung in Europa bis 2020“
Sie gibt einen Überblick über gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen und stellt die aktuelle Situation der Klärschlammentsorgung und Entsorgungswege in ausgewählten Ländern Europas dar. Mithilfe von Field und Desk Research-Methoden sowie 110 Interviews mit Branchenexperten werden Kostenstrukturen der verschiedenen Entsorgungsmöglichkeiten verglichen und analysiert, Handlungs- und Strategieoptionen für Erzeuger und Verwerter hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile sowie Anforderungen an vorhandene und neue Marktteilnehmer aufgezeigt. Darüber hinaus prognostiziert die Studie Marktpotenziale auf Basis des zu erwartenden Klärschlammaufkommens – differenziert nach Klärschlammarten sowie Herkunft – und den möglichen Verwertungswegen bis zum Jahr 2020. Die 945 Seiten umfassende Studie ist ab sofort verfügbar und kann für den Preis von 6.900 Euro bei trend:research bezogen werden:
trend:research GmbH, Institut für Trend- und Marktforschung, Park­straße 123, 28209 Bremen, Tel. 0 421 / 43 73 0-0, Fax 0 421 / 43 73 0-11, entsorgung@trendresearch.de, www.trendresearch.de

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 07.01.2010 15:09
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