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Durch „illegale und dubiose Exporte“ sowie falsche Entsorgung gehen Europa Metalle im Wert von etwa fünf Milliarden US-Dollar verloren. Das erläuterte Dr. Christian Hagelüken (Umicore Precious Metals Refining, Hanau) den Teilnehmern des „8. Elektronik-Altgeräte Tages“, den der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) am 3. Dezember vergangenen Jahres in Düsseldorf veranstaltete.

Foto: © Dee Boldrick | Dreamstime.com
Sorgen bereiten ihm vor allem die Exporte elektronischer Geräte wie Handys oder Computer, weil sie wertvolle Metalle wie Gold, Silber und Palladium enthalten.

Für den Recycling-Experten sind ausrangierte Altgeräte vor allem eine Rohstoffquelle. Zwar sind in jedem Gerät nur „homöopathische“ Dosen an Edelmetallen zu finden, aber die weltweit verkauften Stückzahlen lassen die Dimensionen erkennen. In einem Mobiltelefon befinden sich beispielsweise 250 Milligramm (mg) Silber, 24 Milligramm Gold, neun Milligramm Palladium und neun Gramm Kupfer; hinzu kommen 3,8 Gramm Kobalt im 20 Gramm schweren Lithium-Ionen-Akku. Dienen die im Jahr 2008 weltweit verkauften 1,3 Milliarden Mobiltelefone als Maßstab, so lässt sich der globale Bedarf an wertvollen Metallen für die Handy-Produktion leicht errechnen: Laut Hagelüken summieren sich ihre Mengen auf 325 Tonnen Silber, 31 Tonnen Gold, 12 Tonnen Palladium, 12.000 Tonnen Kupfer sowie 4.900 Tonnen Kobalt.

Die Technologiemetalle finden nicht nur in der Elektronik, sondern auch in anderen Bereichen Verwendung. So wird Gold zum Beispiel in Auto-Katalysatoren und medizinischen Bereichen eingesetzt. Im Jahr 2007 betrug die Weltjahresproduktion der Goldminen 2.500 Tonnen, wobei allein 300 Tonnen (oder zwölf Prozent) für die Elektro(nik)geräte-Produktion reserviert waren; ein Kilogramm dieses Edelmetalls kostete zu dieser Zeit im Durchschnitt mehr als 22.000 US-Dollar.

Noch wertvoller ist Platin, das unter anderem zur Herstellung von Hard Disks, Batterien und Katalysatoren genutzt wird: 1.000 Gramm kosteten im Jahr 2007 fast 42.000 US-Dollar (Durchschnittspreis), wobei die globale Jahresproduktion bei 210 Tonnen lag.

Lesen Sie mehr in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 01/2010, Seite 18 ...

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 07.01.2010 15:19
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