London - "Grüne Kohle" Gco(c) als neuer "Zukunftsrohstoff" ist ein Schlüssel für die Lösungen der grossen Energie- und Umweltsorgen unserer Zeit. Ein bayerisches Unternehmen wird im Süden Deutschlands im Jahr 2010 Deutschlands eine erste Produktionsanlage für die "Zauberkohle aus dem Dampfkochtopf" in Betrieb nehmen. Die G+R Technology Group, einer von Deutschlands Marktführern im Bereich der grünen Zukunftstechnologien, baut jetzt die erste industrielle Produktionsanlage für Biokohle.
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| G+R Technology Group |
Das Verfahren zur Herstellung grüner Kohle wurde erstmals 1913 von dem deutschen Chemiker und Nobelpreisträger Friedrich Berguis beschrieben. Vor kurzem wurde es vom Max-Planck-Institut wiederentdeckt. Inzwischen wird es als neuer und alternativer Hoffnungsträger für das Klima gehandelt. Das Herstellungsverfahren – mit dem Fachbegriff Hydrothermale Karbonisierung (HTC) – als solches ist simpel und erinnert ans Kochen: Pflanzliche Biomasse aller Art wird in eine Art Dampfkochtopf gesteckt, Wasser und ein Katalysator hinzugefügt und das Gemisch erhitzt. Nach wenigen Stunden entsteht im Wasser die Grüne Kohle Gco(c).
Ein weiterer Vorteil der Methode gegenüber anderen synthetischen Kohleherstellungsverfahren: Alle Pflanzenreste und Bioabfälle können verarbeitet werden, sogar tierische Abfälle und Klärschlamm. Zudem benötigt der Herstellungsprozess vergleichsweise wenig Energie und, was noch wichtiger ist: Im Gegensatz zu anderen Herstellungsverfahren wie Biogas spielt das umweltschädliche Treibhausgas Kohlenstoffdioxid beim "Kochen von grüner Kohle" als Reaktionsprodukt so gut wie keine Rolle.
Die Einsatzmöglichkeiten dieses neuen Verfahrens sind vielfältig. Der Heizwert in biogenen Reststoffen einschliesslich Speiseresten oder Hausmüll war bisher kaum nutzbar. Zu einem grossen Teil werden sie noch deponiert und verschwendet. Unter der Hydrothermalen Karbonisierung (HTC) versteht man einen sogenannten Biomasse-Umwandlungsprozess mit hoher Kohlenstoffausbeute. "Aus der grünen Kohle Gco(c) lässt sich langfristig auch grüner, umweltfreundlicher Strom gewinnen", prognostizieren Robert Stöcklinger, Geschäftsführer der G+R Technology Group aus Regenstauf in Bayern/Deutschland, und Dr. Dominik Peus, Geschäftsführer der Antaco GmbH.
Gerade gegenüber der Kompostierung hat das Verfahren der Hydrothermalen Karbonisierung enorme Vorteile: Zum einen entsteht dadurch eben Grüne Kohle Gco(c), die man zur Energiegewinnung verbrennen kann. Zum anderen wird bei der Kompostierung durch Mikroben sehr viel Kohlenstoff des Ausgangsmaterials (mehr als 90 Prozent) in Kohlendioxid und Methan umgewandelt. Bei Biogas handelt es sich hingegen um 40 bis 50 Prozent. Bei der HTC entsteht nur sehr wenig CO2 - die Ausbeute ist im Vergleich zur Vergärung daher um 80 Prozent höher.
Bemerkenswert ist vor allem die Wirtschaftlichkeit gegenüber alternativen Verfahren. Eine erste Produktionsanlage für die Grüne Kohle Gco(c) wird von G+R 2010 in Bayern in Deutschland in Betrieb genommen werden. "Auch in Grossbritannien werden in Kürze solche Anlagen entstehen, die schon 2011/2012 in Betrieb genommen werden können", schätzt Stöcklinger.
Den "grünen Technologien" gehört die Zukunft. Keiner anderen Branche prophezeien Wirtschaftsexperten derzeit so grosse Wachstumsraten wie den Umwelt- und Nachhaltigkeitstechnologien. Das Weltmarktvolumen für umweltfreundliche Technologien soll sich nach aktuellen Zahlen bis zum Jahr 2020 mehr als verdoppeln. Die G+R Technology Group gilt als eines der innovativsten Unternehmen in Europa auf diesem Gebiet und arbeitet eng mit einem weltweit führenden Technologiekonzern zusammen.
Auf der Messe "Energy from Biomass and Waste UK" am 26. und 27.01.2010 in London (Royal Horticultural Halls, Stand 102) wird die G+R Technology Group ihre Pläne und Verfahren zum Thema "Grüne Kohle" erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Quelle: G+R Technology Group
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Artikel vom: 15.01.2010 09:31
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