Bad Honnef - Die BDSV setzt sich im Sinne ihrer Mitglieder für einen Stopp der Mauterhöhungsdebatte ein. „In Zeiten andauernder Wirtschaftskrise und schwierigen Marktumfelds führen weitere staatliche Abgaben zu nicht akzeptablen Wettbewerbsverzerrungen im internationalen Vergleich“, sagte Dr. Rainer Cosson, Hauptgeschäftsführer der BDSV zur laufenden Diskussion um die geplante Mauterhöhung für 2011. „Die geplante Zusatzbelastung der Speditionen würde die Recyclingunternehmen mit eigenem Fuhrpark massiv treffen. Deshalb unterstützen wir ausdrücklich auch den aktuellen Vorstoß der FDP, von der Änderung der Mauterhöhungsverordnung abzusehen.“
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| Foto: Pixelio / Rike |
Die steigenden Fahrleistungen und das höhere Transportaufkommen im Bereich der Recyclingwirtschaft seien nach Aussage von Dr. Rainer Cosson vergleichbar mit anderen Gütertransporten. So habe sich allein der Umschlag von Abfällen im Hamburger Hafen in einem Zeitraum von 10 Jahren verzehnfacht. Das würde bedeuten, dass nicht nur auf der Straße, Schiene und Wasserstraße, sondern auch in den Häfen in der Zukunft mit einem weiter steigenden Frachtaufkommen zu rechnen sei. Die hohen Anforderungen aus dem steigenden Güteraufkommen erfordern selbstverständlich eine leistungsfähige Infrastruktur.
Deshalb seien verschiedene ganzheitliche Maßnahmen notwendig, um einen Verkehrsinfarkt vorzubeugen:
• Gesamtkonzept für eine Verbesserung des kombinierten Verkehrs hin zu einer umweltverträglichen Vernetzung aller Verkehre und Infrastrukturangebote,
• Nutzung der bereits erzielten Einnahmen aus der Mautgebühr ausschließlich für den Ausbau der Infrastruktur,
• Entlastung der Straße durch stärkere Förderung des Schienenverkehrs,
• Wettbewerb auf der Schiene verbessern durch Schaffung marktgerechter Bedingungen für die Privatbahnen. Quelle: BDSV – Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V.
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Artikel vom: 15.01.2010 11:39
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