Für Ruggero Alocci von Alocci Rappresentanze Industriali sind die Marktaussichten kurzfristig relativ positiv. China und Indien bezahlen nennenswerte Preise für ihre Schrottimporte und der Weltmarkt folgt diesem Trend.
Genua – In Italien waren der Dezember und die ersten 10 Tage im Januar durch ferienbedingte Stillstände eingeschränkt. Die niedrigen Schrottvorräte zwangen die Werke, höhere Preise zu zahlen, um an Mengen zu kommen. Seit Anfang Januar sind die Bestände ein wenig angewachsen, aber die überall vorherrschenden schwierigen winterlichen Wetterbedingungen dämpfen in ganz Europa die Schrottsammelaktivitäten. Die niedrigere Schrottverfügbarkeit und die Nachfrage im Export sind Anreize für weitere Preissteigerungen. Die Stahlhersteller bezweifeln, dass sie die höheren Kosten auf die Endpreise abwälzen können, zumal die Nachfrage immer noch niedrig ist.
Die offiziellen Durchschnittspreise der Stahlwerksvereinigung im Dezember (EUR/Tonne):
Neue Blechabfälle E 8:
• aus Italien: 195
• aus Frankreich: 205
• aus Deutschland: 205
Shredder E 40:
• aus Italien: 205
• aus Frankreich: 205
• aus Deutschland: 205
Abbruchschrott E 3:
• aus Italien: 180
• aus Frankreich: 195
• aus Deutschland: 195
Roheisen/HBI
Die Angebote zur Lieferung im März sollen bei rund 390/400 US-Dollar pro Tonne CIF liegen, aber es gab noch keine Bestätigung hinsichtlich eines Abschlusses. Auch die letzten HBI-Angebote sind im entsprechenden Umfang gestiegen.
Stahl
Weil die Schrott- und Eisenerzpreise klettern, werden sich die Preise für Halbfertigstähle, Lang- und Flachprodukte weiter erhöhen, auch wenn in naher Zukunft mit Korrekturen und Pausen zu rechnen ist.
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