Home / Top-News Abfall / Waste Kreislaufwirtschaft / Recycling Management Energie / Energy Märkte / Markets Unternehmen / Companies Forschung / Research Politik / Policy Recht / Law
Archiv
Zurück Impressum
 

Andernach - Weißblech wird in Deutschland zu 93,6 Prozent recycelt. Damit ist 2008 die Verwertungsquote für gebrauchte Stahlverpackungen um weitere zwei Prozentpunkte gegenüber dem bereits sehr hohen Wert des Vorjahres angestiegen. Noch stärker ist der Anteil wiederverwerteter Weißblechverpackungen aus privaten Haushalten gewachsen: um 2,9 Prozentpunkte auf nunmehr 95,8 Prozent im Jahr 2008. Die gestiegene Recyclingquote bezieht sich auf einen mit rund 498.000 Tonnen nahezu unverändert gebliebenen Gesamtverbrauch von Verpackungsstahl in Deutschland.

Verwertungsquoten für Weissblechverpackungen 2008
Grafik: GVM / Rasselstein GmbH
Dabei ist die aus privatem Endverbrauch stammende wiederverwertete Menge von Weißblech gegenüber 2007 um 11.300 Tonnen auf 412.000 Tonnen angestiegen. Diese europaweit herausragenden Zahlen belegen, wie effizient Rasselstein, Deutschlands einziger Hersteller, seine Produktverantwortung für den Verpackungswerkstoff wahrnimmt. Gesetzlich gefordert ist eine Rückführungsquote von 70 Prozent, die bereits seit über zehn Jahren mit kontinuierlich weiter gewachsenem Anteil übererfüllt wird. Ermittelt werden die Recyclingquoten jährlich von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH in Mainz.

Wesentliche Garanten für die nahezu vollständige Rückführung von Verpackungsstahl in den Produktionsprozess sind die DWR Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH und Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS). Mit Hilfe der beiden Dienstleistungsunternehmen gibt Rasselstein die in privaten Haushalten sowie die gewerblich anfallenden gebrauchten Verpackungen als wertvollen Sekundärrohstoff an die Stahl erzeugende Industrie zurück. Angesichts der fast erreichten Vollständigkeit der Kreislaufwirtschaft für den Verpackungswerkstoff Stahl liegt das Hauptaugenmerk der Unternehmen auf der weiteren Verbesserung der Qualität. „Wir sorgen für eine wirksame Vorbehandlung zur Dekontaminierung von chemisch-technischen Gebinden, bevor sie in die Stahlproduktion zurückgeführt werden“, erklärt KBS-Geschäftsführer Klaus Neuhaus-Wever. Mit dem 2007 begonnenen Shreddern von Weißblech aus der haushaltsnahen Verwendung strebt die DWR das gleiche Ziel an: „Durch den Einsatz der Zerspanungstechnik trennen wir effizient Verpackungsstahl von Füllgutresten und sonstigen Verunreinigungen, die sich durch den Gebrauch in privaten Haushalten ergeben“, erläutert Geschäftsführer Edmund van Dyck die Arbeitsweise der DWR. „So können wir den Fremdstoffanteil am Weißblechschrott noch einmal um bis zu 90 Prozent gegenüber nicht behandelten Fraktionen senken.“

Rasselstein stellt damit nach eigener Einschätzung seit Jahren unter Beweis, dass Verpackungsstahl im Sinne der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ein außerordentlich vorteilhafter Werkstoff ist. Kein anderes Material ist so einfach, so vollständig und so verlustfrei zu recyceln wie Stahl. Aufgrund seiner magnetischen Eigenschaft ist Weißblech aus jeder Phase des Entsorgungsweges mit geringstem Aufwand leicht zu separieren. Der als Einsatzstoff für die Stahlerzeugung unentbehrliche Schrott wird ohne den geringsten Qualitätsverlust zu neuem Stahl verarbeitet.

Als unangemessen betrachten Branchenvertreter deshalb die aktuellen Bemühungen einzelner Entsorgungsunternehmen, die Gebühren für Weißblechverpackungen drastisch zu erhöhen. „Wir betrachten mit Sorge, dass die Preise für Weißblech-Anteile im Dualen System überproportional angehoben werden sollen“, erklärt Rasselsteins Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Roeske. „Wir sehen darin die Gefahr einer ungerechtfertigten Wettbewerbsverzerrung, die jeglicher wirtschaftlichen Argumentation entbehrt. Deshalb suchen wir aktiv nach alternativen Lösungen. Wir hoffen aber zugleich, dass sich die Preise wieder in Richtung der tatsächlichen Entsorgungskosten entwickeln.“

Quelle: Rasselstein GmbH

Ähnliche Artikel:

Artikel vom: 20.01.2010 10:00
Zurück   
© MSV Mediaservice & Verlag GmbH, Bergstr. 16, D-82239 Biburg
Sekundär-Rohstoffe