Wien - Die Sektoren Abfallwirtschaft (ca. 2 Mio. Tonnen) und Landwirtschaft (ca. 7,6 Mio. Tonnen) weisen im Vergleich zu 1990 deutlich geringere Emissionen auf. Die F-Gas-Emissionen (ca. 1,6 Mio. Tonnen) und Sonstige (ca. 0,9 Mio. Tonnen) blieben seit 1990 weitgehend konstant. Insgesamt verursachen diese vier Sektoren 12,1 Mio. Tonnen der österreichischen Treibhausgasemissionen. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Treibhausgas-Inventur des österreichischen Umweltbundesamtes.
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| Umweltbundesamt.at |
Insgesaamt zeigen die Ergebnisse der aktuellen Treibhausgas-Inventur des Umweltbundesamt im Jahr 2008, dem ersten Jahr der Kyoto-Verpflichtungsperiode einen weiteren Rückgang der Treibhausgasemissionen: Im Jahr 2008 wurden insgesamt 86,6 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente emittiert. Für die gesamte Zielperiode zwischen 2008 und 2012 stehen 344 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente zur Verfügung, dies entspricht 68,8 Mio. Tonnen pro Jahr. Unter Berücksichtigung der flexiblen Mechanismen wie dem JI/CDM-Programm, dem EU Emissionshandel sowie der Neubewaldung und Entwaldung ergibt sich damit für das erste Jahr der Verpflichtungsperiode eine Abweichung von 6,9 Mio. Tonnen zum Kyoto-Ziel.
„Es ist zwar zu sehen, dass die Bemühungen der vergangenen Jahre greifen und wirken, aber es ist zweifelsohne noch zu wenig. Wir brauchen eine rasche, massive Kraftanstrengung und eine Intensivierung der Maßnahmen vor allem in den Bereichen Verkehr und Industrie, damit wir uns dem Kyoto-Zielpfad rascher annähern als bisher. Die Bilanz zeigt klar, in welchen Bereichen es Versäumnisse gibt, daher brauchen wir umgehend ein Klimaschutzgesetz, in dem die Kompetenzen, Rechte und Pflichten schwarz auf weiß geregelt sind. Die Verhandlungen dazu laufen auf Hochtouren und ich apelliere an alle Beteiligten im Bund und den Ländern, das Gesetz gemeinsam auf Schiene zu bringen“, erklärt Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der Präsentation der Treibhausgasbilanz 2008.
Grafiken und Statistiken zur aktuellen Treibhausgas-Inventur können unter umweltbundesamt.at herunter geladen werden. Quelle: Umweltbundesamt.at
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Artikel vom: 28.01.2010 11:26
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