Brüssel - Die Europäische Union hat ihr Engagement für die Kopenhagener Klimavereinbarung offiziell bestätigt und ihre Emissionsreduktionsziele notifiziert. In einem gemeinsamen Schreiben des spanischen Ratsvorsitzes und der Europäische Kommission wurde offiziell bekannt gegeben, dass die EU bereit sei, ihren Verpflichtungen aus der Vereinbarung nachzukommen, und benannte informationshalber die für die EU verbindlichen THG-Reduktionsziele für 2020.
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Hierzu erklärte Kommissionspräsident José Manuel Barroso: „Die EU ist entschlossen, die Kopenhagener Vereinbarung so schnell wie möglich umzusetzen und den Weg für das Klimaübereinkommen zu bereiten, das wir brauchen, um die Erderwärmung unter 2°C zu halten. Die Vereinbarung ist Grundlage für dieses künftige Übereinkommen, und ich fordere daher alle Staaten auf, sich zu der Vereinbarung zu bekennen, dem Beispiel der EU zu folgen und ambitiöse Emissionsziele bzw. Maßnahmen zu notifizieren.”
Die Vereinbarung von Kopenhagen - ein 2 ½ -seitiges Dokument - wurde am letzten Konferenztag von den Staats- und Regierungschefs von 28 Industrie- und Entwicklungsländern und der Europäischen Kommission ausgehandelt. Diese Staaten sind für über 80 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich.
In dem jetzigen Schreiben der Kommission und des Ratsvorsitzes bekräftigt die EU erneut ihre Verhandlungsbereitschaft, um das strategische Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf 2°C über dem vorindustriellen Wert zu erreichen. Die Kopenhagener Vereinbarung stützt sich auf den wissenschaftlichen Standpunkt, wonach die Erderwärmung 2°C nicht überschreiten darf, wenn gefährliche Klimaveränderungen vermieden werden sollen, sieht jedoch keine globalen Emissionsreduktionsziele zur Einhaltung dieses Grenzwertes vor.
In dem Schreiben bekräftigt die EU ihren Standpunkt, dass das 2°C-Ziel nur garantiert werden kann, wenn die globalen Emissionen bis spätestens 2020 ihren Höhepunkt erreichen, bis 2050 auf mindestens 50 Prozent unterhalb des Stands von 1990 reduziert werden und danach weiter zurückgehen. Um dies zu erreichen, sollte die Gruppe der Industrienationen, auch in Einklang mit den Ergebnissen des Weltklimarates (IPCC), ihre Emissionen bis 2020 um 25 - 40 Prozent auf Werte unterhalb des Stands von 1990 reduzieren, und Entwicklungsländer sollten eine spürbare Verringerung ihres derzeit prognostizierten Emissionswachstums (15 - 30 Prozent bis 2020) erzielen.
Nach dem Schreiben verpflichtet sich die EU zu einem unabhängigen wirtschaftsweiten Emissionsreduktionsziel bis 2020 von 20 Prozent gemessen am Stand von 1990, das unter den vom Europäischen Rat festgelegten Bedingungen auf 30 Prozent angehoben werden könnte. Diese Bedingungen lauten, dass sich als Teil eines globalen und umfassenden Übereinkommens für die Zeit nach 2012 andere Industrienationen zu vergleichbaren Reduktionen verpflichten und Entwicklungsländer entsprechend ihren Verantwortlichkeiten und jeweiligen Fähigkeiten einen angemessenen Beitrag leisten. Quelle: EU Kommission
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Artikel vom: 01.02.2010 12:10
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