Orscholz - Das Nordrhein-Westfälische Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat kürzlich eine Studie veröffentlicht zur Entsorgung FCKW-haltiger Haushaltskühlgeräte in Nordrhein-Westfalen. Die RAL-Gütegemeinschaft begrüßt ausdrücklich diese Initiative der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, das als bisher einziges Bundesland das Thema Kühlgeräte-Recycling im Rahmen einer öffentlich zugänglichen Studie unter die Lupe genommen hat. Aus Sicht von RAL zeigen die Ergebnisse der Studie und die sich daraus ergebenden Optimierungsnotwendigkeiten, dass es jetzt auch für die anderen Bundesländer mit Kühlgeräte-Recycling-Anlagen dringend angezeigt ist, die Situation zu überprüfen.
![]() |
| LANUV |
2004: 33 Prozent FCKW-Rückgewinnung
2005: 28 Prozent FCKW-Rückgewinnung
2006: 36 Prozent FCKW-Rückgewinnung
Für das Jahr 2007 unterteilte die DUH die NRW –Daten erstmals nach Stufe I und Stufe II und fand mit 48 Prozent und 56 Prozent ebenfalls wenig schmeichelhafte Ergebnisse vor.
Für die Jahre 2007 und 2008 enthält der LANUV-Bericht zur Studie folgende Ergebnisse:
2007: 65 Prozent in Stufe I / 62 Prozent in Stufe II / Gesamt: 63 Prozent
2008: 85 Prozent in Stufe I / 75 Prozent in Stufe II / Gesamt: 78 Prozent
Die LANUV-Studie zog zur Berechnung der FCKW-Rückgewinnungs-Quoten in der Studie dieselben Zahlen wie die DUH heran. Eine der Schlussfolgerungen des LANUV ist die, dass das Kühlgeräte-Recycling in NRW auf hohem Niveau durchgeführt wird. Dieser Ansicht kann von der RAL-Gütegemeinschaft nicht geteilt werden: Angesichts der sehr weiten Spanne der Prozent-Werte bei den einzelnen Recycling-Unternehmen in der Studie kann aus RAL-Sicht nur für den jeweils Besten der Betreiber der Stufen I und II von einem relativ hohen Niveau gesprochen werden. Für die Stufe I müssen allerdings nach Auffassung der RAL-Gütegemeinschaft die Werte nochmals überprüft werden, weil hier für einen der Betreiber eine Rückgewinnung von 101 FCKW-Rückgewinnungs-Quoten attestiert wird und dieser Wert doch zumindest etwas fraglich erscheint. Insgesamt zeigt sich ganz eindeutig, dass einige Betriebe noch erhebliches Entwicklungspotential nach oben haben. Dies gilt insbesondere für die Stufe II, wo in 2008 keiner der Betreiber die international geforderten 90 FCKW-Rückgewinnungs-Quoten -Rückgewinnungs-Quote erfüllt hat.
Durch den Bericht wird allerdings der bereits durch die DUH-Veröffentlichungen dokumentierte Trend hin zu besseren Rückgewinnungs-Quoten in NRW eindeutig bestätigt. Das ist auf jeden Fall seine sehr positive Entwicklung und es kann davon ausgegangen werden, dass die anhaltende Diskussion der DUH und letztlich die Initiative der Landesregierung Hauptmotor dieser Verbesserungen gewesen sind.
Den Verantwortlichen in der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen gratuliert die RAL-Gütegemeinschaft ausdrücklich, dass sie die Initiative zu mehr Transparenz im Kühlgeräte-Recycling ergriffen haben. Aus RAL-Sicht wäre es wünschenswert, dass nun die anderen Bundeländer nachziehen und die in ihren Zuständigkeitsbereichen liegenden Anlagen mit gleicher Konsequenz und möglichst mit der gleichen Bewertungsmethode überprüfen.
Weitere Informationen unter ral-online.org. Quelle: RAL-Gütegemeinschaft Rückproduktion von Kühlgeräten e.V.
Ähnliche Artikel:
Vollzugshilfe Kühlgeräte-Recycling nicht ausreichend zur Verbesserung der FCKW-Quoten in Deutschland
Artikel vom: 05.02.2010 10:14
| Zurück |
|



