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Essen/Berlin - Rund 470.000 Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energien haben Anfang 2009 in Deutschland Strom erzeugt. Das haben Erhebungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergeben. Die installierte Leistung erneuerbarer Energien betrug gut 38.100 Megawatt (MW). Diese Anlagen speisten 2008 fast 90 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom ins deutsche Netz ein. "Damit diese Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren auch fortgeschrieben wird und ein Happy End hat, brauchen wir aber neue Stromnetze." Das erklärte Roger Kohlmann, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung, zur Eröffnungspressekonferenz der E-world energy & water 2010 in Essen.

Umweltfreundliche Energie
Foto: Pixelio / Rainer Sturm
Die Anzahl der Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, hat sich nach BDEW-Angaben von 1998 (21.700 Anlagen) über 2003 (74.738 Anlagen) bis Ende 2008 (469.800 Anlagen) um das etwa 21-fache erhöht. Die installierte Leistung stieg von 8.271 MW (1998) auf 19.887 MW (2003) und 38.140 MW (Ende 2008). Im Jahr 2008 wurden 89,88 Mrd. kWh Strom aus erneuerbaren Energien eingespeist; im Jahr 2003 waren es 42,34 Mrd. kWh und 1998 waren es 25,28 Mrd. kWh.

Der Ausbau der Stromnetze stehe beim Umbau des Energieversorgungssystems in Deutschland an allererster Stelle. "Neue Netze sind die Voraussetzung für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, für das Fahren mit umweltfreundlichen Elektroautos und letztlich zum Erreichen der Klimaschutzziele", erläuterte Kohlmann. Leider habe das Thema in der energiepolitischen Diskussion nicht immer den Stellenwert, der ihm zustehe. "Die hohe Dringlichkeit des Netzausbaus muss sich unbedingt auch im energiepolitischen Gesamtkonzept der Bundesregierung widerspiegeln", betonte Kohlmann.

Die Netzbetreiber seien entschlossen, in den kommenden zehn Jahren rund 40 Milliarden Euro in den Netzausbau zu investieren. Um diese Herausforderung zu meistern, seien aber investitionsfördernde wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen sowie schnellere Genehmigungsverfahren unerlässlich. Die Genehmigungsverfahren für neue Stromnetze seien mit einer durchschnittlichen Dauer von sieben bis neun Jahren einfach zu lang. Kohlmann: "Leider leben die 900 Netzbetreiber derzeit mit großen Unsicherheiten. Die Investitionsbedingungen sind unklar. Die Diskussion über die Zuständigkeit für die Planung von Höchstspannungsleitungen beziehungsweise Erdkabeln ist dafür ein weiteres Beispiel."

Quelle: Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

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Artikel vom: 10.02.2010 08:10
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