Köln - Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird wieder Wachstum prognostiziert. Nach den weltweiten Einbrüchen in 2009 gehen Bundesregierung, Kammern und Verbände für das laufende Jahr von einem kräftigen Anstieg der Exportwirtschaft aus. Besonders gute Chancen bieten sich deutschen Unternehmen in den so genannten BRIC-Staaten sowie in Saudi-Arabien und der Türkei. Das geht aus einer weltweiten Analyse hervor, die Germany Trade & Invest, die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland, heute in Köln vorgestellt hat.
![]() |
| gtai |
Klarer Spitzenreiter ist China, gefolgt von Indien, Brasilien, Russland, Saudi-Arabien und der Türkei. Damit bestätigen sich Einschätzungen von 2009: Die Krise war vor allem eine Krise der Industriestaaten, die Schwellenländer haben sich dagegen als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen. "Das heißt aber keinesfalls, dass die traditionellen Exportmärkte in Westeuropa und den USA vernachlässigt werden dürfen. Im Gegenteil, diese Märkte muss Deutschland weiter mit großem Engagement bearbeiten. Allerdings hat die Krise auch den Blick für neue Chancen in den Schwellenländern geöffnet", sagte Michael Pfeiffer, Geschäftsführer Germany Trade & Invest, bei der Vorstellung der Ergebnisse.
Unter den weltweit wichtigsten Exportmärkten war China 2009 das einzige Land mit einem sogar noch gestiegenen Niveau an deutschen Lieferungen. Das BIP wird 2010 voraussichtlich um neun Prozent wachsen. Mittlerweile ist China in der Rangfolge der wichtigsten deutschen Exportmärkte auf Rang acht vorgerückt. Vor allem Hochtechnologie aus Deutschland ist gefragt. Chancen bieten sich insbesondere für den deutschen Maschinenbau. Der anhaltende Bauboom sowie umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen machen außerdem erhebliche Lieferungen der Bauwirtschaft erforderlich. Im Umweltschutzbereich wird China seine Anstrengungen weiter intensivieren - für deutsche Hersteller von Umwelttechnik mit den Schwerpunkten Wasserversorgung und Abwasserreinigung zeichnen sich sehr gute Chancen ab.
Weitere Informationen zu den Top-Exportmärkten 2010 sind unter gtai.de/top-exportmaerkte abrufbar. Das Internet-Special "Branchen International" bietet unter gtai.de/branchen-international ausführliche Informationen zu den analysierten Märkten und einzelnen Branchen. Quelle: Presseportal
Ähnliche Artikel:
Artikel vom: 12.02.2010 12:20
| Zurück |
|



