Berlin - "Wir sind Kinder des Plastikzeitalters" sagt Regisseur Werner Boote. In seinem Dokumentarfilm "Plastic Planet"macht er sich auf eine Reise rund um den Globus, um herauszufinden, welche Konsequenzen der Plastikverbrauch für uns und unseren Planeten hat. Regisseur Werner Boote, dessen Großvater selbst Geschäftsführer eines Unternehmens war, in dem Kunststoffe produziert wurden, wollte mehr wissen über den Stoff, der unser Leben so sehr prägt.
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| plastic-planet.de |
Kunststoffe können aber auch bereits vor dem Entsorgen schädlich sein. In Alltagsprodukten aus Plastik sind nämlich zahlreiche Schadstoffe versteckt. Während des Gebrauchs können sie sich herauslösen – und dann wie zum Beispiel Phthalate (Weichmacher) und Bisphenol A in die Umwelt und den menschlichen Körper gelangen. Die Chemikalien werden im Blut nahezu jedes Menschen nachgewiesen. Sie wirken ähnlich wie Hormone – und können so das empfindliche Hormonsystem insbesondere bei Kindern durcheinanderbringen. Zahlreiche Studien haben inzwischen gezeigt, dass Zivilisationskrankheiten wie Unfruchtbarkeit oder Krebs mit dieser Schadstoffbelastung in Zusammenhang stehen.
Durch die europäische Chemikalienverordnung REACH werden erstmals systematisch Informationen über die am häufigsten eingesetzten Chemikalien und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt gesammelt. Hersteller und Händler von Alltagsprodukten sind verpflichtet, über Substanzen in ihren Waren zu informieren.
Zum Filmstart von "Plastic Planet" wird Regisseur Werner Boote sein Werk in zwölf ausgewählten Städten persönlich vorstellen. Der BUND verlost zum Kinostart am 25. Februar 10x2 Freikarten. Quelle: BUND
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Artikel vom: 15.02.2010 11:22
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