Basel / Bonfol - Während der Sanierung der Sondermülldeponie im schweizerischen Bonfol soll die verunreinigte Abluft aus den dortigen Hallen abgesaugt werden. Sie wird in einer dreistufigen Anlage aufwändig gereinigt und schliesslich über einen 42 Meter hohen Kamin in die Umwelt abgegeben. Die Montage des speziell angefertigten Kamins auf der Baustelle in Bonfol Anfang Februar war der letzte grosse Bauabschnitt für die Massnahmen zur Reinhaltung der Luft.
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| bci Betriebs-AG |
„Wir sorgen mit einem aufwändigen Abluftbehandlungskonzept dafür, dass Mensch und Umwelt nicht durch unerträgliche Emissionen belästigt werden“, erklärt Rémi Luttenbacher, Gesamtprojektleiter der bci Betriebs-AG. Stündlich wird die Abluftbehandlungsanlage rund 75.000 Kubikmeter Luft in einem dreistufigen Verfahren behandeln. Die erste Behandlungsstufe besteht aus einer zweistufigen Filtration, in der partikelförmige Schadstoffe und Feinstäube abgeschieden werden. Der Hauptfilter erreicht eine garantierte Abscheidung von über 99,95 Prozent. Fünf parallel geschaltete Filtereinheiten ermöglichen Filterwechsel oder Instandhaltungsarbeiten auch während des laufenden Sanierungsbetriebes.
In der zweiten Behandlungsstufe werden die in der Abluft enthaltenen organischen Schadstoffe thermisch oxidiert. Dafür wird die kalte Abluft in einem Regenerator vorgeheizt. Ein Gasbrenner erhitzt die Luft dann auf 800 bis 1100 Grad Celsius, wobei die organischen Schadstoffe nahezu vollständig verbrennen. Die heisse, behandelte Abluft aus dem Brennraum strömt in einen weiteren, kalten Regenerator. Die Keramikwaben dort speichern die Abwärme und kühlen die Luft dadurch ab. Nach einem Umschalten der Durchströmungsrichtung kann die Abwärme genutzt werden, um neue, kalte verunreinigte Abluft vorzuwärmen. Die Gasbrenner müssen diese nur noch um rund 30°C zusätzlich aufheizen, was den grossen Energiebedarf zu verringern hilft.
In der dritten Behandlungsstufe werden schliesslich anorganische, durch die Oxidation erzeugte saure Schadstoffe in einem Nass-Wäscher abgeschieden. Die gereinigte Luft wird durch den Kamin mit 1,6 Meter Durchmesser und 42 Meter Höhe an die Umgebung abgegeben.
Eine Messstelle im Kamin überwacht kontinuierlich die Qualität der gereinigten Abluft. Zusätzlich wird die Luft im Umkreis von zwei Kilometern um die Deponie an vier mit den Umweltbehörden des Kantons Jura vereinbarten Messstellen nochmals kontrolliert. Bei Wartungsarbeiten der thermischen Abluftbehandlung oder im Falle von Störungen steht – als vollwertiger Ersatz für die Oxidation – eine komplette Adsorptionsanlage mit Aktivkohle zur Verfügung. Quelle: bci Betriebs-AG / openPR
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Artikel vom: 19.02.2010 10:06
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