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Giessen - Energiesparlampen sind inzwischen die gängigsten Leuchtmittel. Doch nur wenige wissen, dass diese Leuchtmittel aufgrund des enthaltenen Quecksilbers zur Kategorie der "gefährlichen Abfälle" zu zählen sind. Wie Bülent Gülcehre, Sachbearbeiter vom Dezernat für Kommunale Abfallwirtschaft beim Regierungspräsidium (RP) Gießen mitteilt, werden derzeit nur zu circa 40 Prozent der Energiesparlampen recycelt, der Rest landet einfach im Hausmüll. Dadurch kann Quecksilber über die Deponie in Boden und Grundwasser oder per Müllverbrennung in die Luft gelangen.

Gesammelte Glühbirnen
Foto: Pixelio / designritter
Die Abfallexperten beim RP appellieren daher dringend, sowohl Energiesparlampen als auch andere quecksilberhaltige Gegenstände wie zum Beispiel Thermo-, Baro- oder Manometer sowie kleine Elektrogeräte, die evtl. Knopfzellen enthalten können, vom übrigen Abfall zu trennen und sie bei den örtlichen Wertstoffhöfen zur umweltschonenden Entsorgung abzugeben.

Quecksilber sei eines der für Menschen und Tiere giftigsten Schwermetalle und rufe bei übermäßiger Aufnahme durch den Körper ernste Gesundheitsschäden hervor. Darüber hinaus sei es stark wassergefährdend. Das Schwermetall aus den Abgasen einer Abfallverbrennungsanlange zu entfernen, sei mit einem hohen technischen und finanziellen Aufwand verbunden. Abfälle mit Quecksilbergehalt könnten zu Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte sowie zu einer Kontamination von Rauchgasreinigungsrückständen führen, die dann mit hohen Kosten als Sonderabfall entsorgt werden müssten, fasst der Experte abschließend zusammen.

Quelle: Regierungspräsidium Giessen

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Artikel vom: 22.02.2010 13:09
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