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Ostfildern – „Elektronisches Abfallnachweisverfahren (eANV) - was kommt ab 1. April 2010 auf die Betriebe zu?“ lautete das Thema eines Infoseminars, zu dem Anfang Februar der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE)eingeladen hatte. In der Veranstaltung wurde über die gesetzlichen Rahmenbedingungen informiert, geeignete IT-Systeme und Lösungen vorgestellt sowie die Grundlagen dafür geschaffen, dass in den Unternehmen Entscheidungen auf einer sicheren Wissensbasis getroffen werden können.

Die Referenten (von li) Sedlak, Gieseler, Wirth, Dr. Andreas Walter stellen sich den Fragen der Teilnehmer
Foto: ISTE
Ab dem 1. April 2010 entfällt die Papierform in der abfallrechtlichen Überwachung. Ab diesem Zeitpunkt muss die Nachweisführung gemäß Nachweisverordnung elektronisch erfolgen. Begleitscheine, Entsorgungsnachweise und Register müssen demnach zukünftig elektronisch geführt, übermittelt und zusätzlich spätestens ab dem 1. Februar.2011 von allen Nachweispflichtigen elektronisch qualifiziert unterzeichnet werden. Hierfür ist eine entsprechende Ausrüstung und Berechtigung zur elektronischen Signatur erforderlich. Zur Umstellung der Nachweisverfahren auf elektronische Abläufe sind grundsätzlich alle Unternehmen verpflichtet, die an der Erzeugung, dem Transport und der Entsorgung von gefährlichen Abfällen beteiligt sind.

Erster Referent der Veranstaltung war Dr. Andreas Walter, Leiter der Sonderabfallüberwachung der Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH. Er sprach über die gesetzlichen Anforderungen, technischen und organisatorischen Konsequenzen und die Möglichkeit des vorzeitigen Einstiegs in das eANV.

Im Anschluss gab Stephan Pawlytsch, Geschäftsführer der proveho GmbH, Hinweise für eine optimale und kostengünstige Durchführung des elektronischen Abfallnachweisverfahrens.

Der zweite Themenblock stand im Zeichen der technischen Umsetzung des eANV. Hier stellten Uwe Wirth, Geschäftsführer der Firma Praxis-EDV, und Adrian Gieseler von Fritz&Macziol ihre vielfach unterschiedlichen EDV-Systeme vorstellten. Uwe Wirth präsentierte die PRAXIS Client- und PRAXIS Browser-Lösung, Adrian Giesler das „eANV-Portal“. Beide EDV-Lösungen - so die Einschätzung der ISTE - seien sehr gut auf die Anforderungen des eANV, insbesondere auf den Baubetrieb, abgestimmt, so dass die elektronische Nachweisführung in der Praxis reibungslos umgesetzt werden könnte.

In ihrem Schlusswort betonte die Vorsitzende der Fachgruppe Recycling-Baustoffe und Boden, Christa Szenkler, dass erneut eine Regelung zunächst für viel bürokratischen Aufwand und Kosten sorgen wird. Wie viel Verwaltungsvereinfachung oder Chaos die eANV tatsächlich bringt, werden die nächsten Monate zeigen.

Quelle: Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE)

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Artikel vom: 25.02.2010 08:27
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