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Bereits in zehn Jahren könnten viele Rohstoffquellen völlig versiegt sein und dadurch neue Konfliktherde auf unserem Planeten bedingen. Auf dem 9th International Electronics Recycling Congress (IERC) vom 20. bis 22. Januar in Salzburg stand die WEEE-Direktive einmal mehr im Schussfeld der Kritik.

Foto: SR-Archiv
Ist es wirklich schon wieder ein Jahr her? Im Kopf noch das Bild vom IERC 2009, den hübschen Mädels von der „Bierfass-Bar“ und von Kongressgästen mit langen Gesichtern, die damals sorgengeschwängert über die eben erst hereingebrochene Finanz- und Wirtschaftskrise lamentierten, präsentierte sich einem die Stimmung heuer allgemein anders – wesentlich gelöster, ja geradezu heiter. Mit 390 registrierten Teilnehmern konnte die Schweizer ICM AG als Veranstalter der Fachtagung im Salzburger Kongresszentrum sogar deutlich mehr Zulauf als im letzten Jahr verbuchen.

Die internationalen Vertreter der Elektronikrecyclingbranche, die letztes Jahr wie in Schockstarre apathisch auf ihren Plätzen im Auditorium verharrten, diskutierten diesmal äußerst lebhaft und interessiert mit namhaften Referenten aus Politik, Forschung und Unternehmen. Aufgrund des engen Zeitplans der Vorträge konnten dabei längst nicht alle Wortmeldungen aus dem Publikum berücksichtigt werden. In den Pausen im Ausstellerforum fand der Meinungsaustausch dann weiter statt. Gleich der Losung „Packen wir es an – Gemeinsam aus der Krise“ hat sich die Branche scheinbar einen Ruck gegeben, nicht in Lethargie und Resignation zu verfallen, sondern engagiert nach Auswegen aus der schlimmsten Rezession seit 1945 zu suchen. Neue Kontakte wurden geknüpft und bestehende intensiviert. Und sicher wurde auch wieder das eine oder andere Geschäft eingefädelt.

Drückende Schuhe und Magengeschwüre
Eine erfreuliche, wenngleich subjektive Feststellung, die nicht übersieht, dass der Branche gewaltig der Schuh drückt. So warnte Karl-Heinz Florenz, Europaabgeordneter und Mitglied im EU-Umweltausschuss davor, dass die zukünftigen Kriege auf unserem Planeten nicht nur um Wasser geführt werden könnten, sondern auch um andere wichtige Ressourcen. In seiner Rede betonte der deutsche CDU-Politiker und Stammgast des Elektronikrecy­cling-Kongresses, der sich nach eigener, launig vorgetragener Aussage extra für die Veranstaltung in Salzburg frei nehmen musste und deretwegen eine Parlamentssitzung in Straßburg „schwänzte“, dass sich in den nächsten zehn Jahren nicht nur an den ohnehin vorhandenen sozialen Brennpunkten in aller Welt aggressive „Ich-zuerst-Konflikte“ um knappe und vielleicht schon bald ganz erschöpfte Rohstoffquellen entzünden könnten ...

Lesen Sie mehr in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 03/2010, Seite 2.

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 05.03.2010 09:33
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