Sobald innerhalb der Europäischen Union Qualitätsschrotte als Produkte gehandelt werden können, sieht Ross Bartley, Direktor für Umwelt und Technik des Bureau of International Recycling (BIR), Vorteile für die Unternehmen der Branche. Welche Vereinfachungen und Verbesserungen für den internationalen Schrotthandel zu erwarten sind, schildert er in einem SR-Interview.
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| Foto: Marc Weigert |
Eisen- und Stahlschrott fällt in Europa bereits seit mehr als zwanzig Jahren unter den Geltungsbereich der Abfallgesetzgebung, die sowohl zur Einführung von Klassifizierungen und Kontrollmechanismen geführt als auch entsprechende Kosten verursacht hat, welche in Bezug auf Eisen- und Stahlschrott nicht gerechtfertigt sind. Da Altmetalle ungeachtet der für Eisen- und Stahlschrott geltenden Abfallklassifizierung beziehungsweise -einstufung seit Jahrhunderten an Stahlwerke und Gießereien geliefert und zur Herstellung neuer Werkstoffe und Erzeugnisse verwendet werden, haben sich auch diese Materialströme zwischen Verkäufer und Käufer unabhängig von den gesetzlichen Hürden nicht verändert. In bestimmten Fällen sind im innereuropäischen Handel zwischen EU-Mitgliedsstaaten beispielsweise Importe von Eisen- und Stahlschrott nach Bulgarien, Rumänien, Polen, Lettland und in die Slowakei denselben Kontrollmechanismen wie Sondermüll unterworfen, deren Einfuhr einer vorherigen schriftlichen Anmeldung und Genehmigung bedarf. Für Exporte von Eisen- und Stahlschrott aus der Europäischen Union in bestimmte Nicht-OECD-Staaten gelten dieselben strengen Regelungen wie für gefährliche Abfälle, sodass ebenfalls eine vorherige Anmeldung und Genehmigung erforderlich ist. Derartige Kontrollmechanismen stellen zwar kein Handelshindernis dar, sind jedoch unangemessen und führen zu zusätzlichen Belastungen und Kosten für die Recyclingindustrie und deren Kunden. Überdies haben die indischen Behörden alle nicht gefährlichen Abfälle und jeglichen Schrott, einschließlich Eisen- und Stahlschrott, als Sondermüll, das heißt gefährlichen Abfall eingestuft ...
Lesen Sie das ganze Interview in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 03/2010, Seite 6.
Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE/BIR
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Artikel vom: 05.03.2010 09:40
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