Im Rahmen des FuE-Verbundvorhabens FKZ 0327846A soll untersucht werden, wie und mit welchen Auswirkungen Anteile der leicht abbaubaren organischen Inhaltsstoffe aus Bioabfall durch Auswaschen und Abpressen in eine Flüssigphase überführt werden können.
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| Fotos: Wessel-Umwelttechnik GmbH |
In Deutschland werden jährlich circa 8,6 Millionen Megagramm (Mg) getrennt gesammelte Bio- und Grünabfälle in rund 670 Kompostierungsanlagen zu stofflich verwertbarem Gütekompost verarbeitet. Nach dem Stand der Technik wird zur Verminderung von Emissionen in Kompostierungsanlagen der Intensivrottebereich eingehaust betrieben. Diese Kapselung hat in der Regel zur Folge, dass zur Begrenzung umbauter Volumina Intensivrotten in der überwiegenden Zahl als zwangsbelüftete Rotten gefahren werden. Das Bewegen großer Luftvolumina durch zu rottendes Material beziehungsweise durch Biofilter verlangt den Einsatz elektrischer Energie. Weiterhin wird Energie aufgewandt, um die mechanischen Prozesse der Voraufbereitung sowie der Feinaufbereitung des Kompostproduktes durchzuführen. Insgesamt errechnet sich der Energieverbrauch durch einen Kompostierungsprozess ohne die vor- und nachgeschaltete Logistik zu circa 25 bis 50 Kilowattstunden (kWh) elektrischer Energie je Gewichtstonne Bioabfall. Hochgerechnet auf die Verwertungsmenge an Bioabfällen in Anlagen, die größer als 15.000 Mg/a sind, entspricht dies einem jährlichen Energieverbrauch von 157.500 bis 315.000 Megawattstunden (MWh) und einem CO2-Ausstoß von 81.270 bis 162.540 Tonnen.
Die im Bioabfall enthaltene, als Kohlenstoff gebundene Energie wird bei der konventionellen aeroben Verwertung via Kompostierung nicht genutzt, sondern als Wärme freigesetzt. In den letzten Jahren wurde intensiv an einer maximierten energetischen Nutzung des Bioabfallpotenzials gearbeitet. Vergärungsverfahren wurden in unterschiedlichsten Varianten entwickelt und optimiert. Alle bisher etablierten Verfahren versuchen, die energetische Nutzung des Bioabfallpotenzials zu maximieren, ohne auch die Anforderungen der energiearm-produzierten, stofflichen Verwertung zu berücksichtigen.
Im Gegensatz dazu legt Wessel bei diesem Vorhaben den Schwerpunkt auf die stoffliche Verwertung unter Steigerung der Energieeffizienz im herkömmlichen Verwertungsprozess (Kompostierung) und zusätzlicher Energieproduktion (Verstromen von Gärgasen).
Lesen Sie mehr in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 03/2010, Seite 18.
Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE/Dorothee Sänger - Wessel-Umwelttechnik GmbH
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Artikel vom: 05.03.2010 10:06
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