Brüssel - "Die Studie zeigt ganz deutlich, dass die Kontrollen vor Ort verstärkt werden müssen. Dafür sind die Mitgliedstaaten verantwortlich", sagte der CDU-Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz. Er nahm damit Stellung zu einer Studie des Umweltbundesamts (Recyclingportal.eu berichtete), die besagt, dass durch den illegalen Export von Elektroschrott in der EU wertvolle Rohmaterialen verloren gehen.
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Derzeit würden in erheblichem Umfang gebrauchte Elektrik- und Elektronikgeräte aus Deutschland exportiert, die größtenteils nicht mehr funktionsfähig und damit Abfall seien. Diese Geräte dürften grundsätzlich nicht aus Deutschland in Länder außerhalb der EU verbracht werden. Leider würden diese aber häufig als gebraucht aber noch funktionsfähig deklariert und über diese falsche "Etikettierung" illegal exportiert.
"Ich schlage vor, Zollbehörden praktische Instrumente für ihre Kontrollen an die Hand zu geben und die Beweislast für die legale Verbringung dem Exporteur aufzuerlegen", sagte Karl-Heinz Florenz, der kürzlich seinen Vorschlag für die Revision der EU-Elektroschrott-Richtlinie vorlegte.
"Mein Ziel ist es, dass wir unsere Altgeräte sammeln, entsprechend verwerten und damit auch dringend benötigte Rohmaterialien in Europa halten. Die Klimaproblematik besteht nicht nur im Ausstoß von CO2, sondern in naher Zukunft auch in der Knappheit von Rohmaterialien. Wir können bald Autos bauen, die kaum CO2 ausstoßen, werden aber nicht mehr über die benötigten Rohmaterialien für den Bau verfügen", forderte der EU-Parlamentarier. Quelle: CDU/CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament
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Artikel vom: 08.03.2010 11:18
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