Brüssel - Anfang März hat die EU Kommission 43 große Energieprojekte ausgewählt, die erheblich zur wirtschaftlichen Erholung in der EU beitragen und die Sicherheit der Energieversorgung durch den Aufbau grenzübergreifender Infrastrukturen erhöhen. Mit diesem Beschluss gewährt die Kommission Finanzhilfen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro für 31 Gas- und 12 Stromprojekte. Dies ist der zweite Finanzierungsbeschluss im Rahmen eines Konjunkturpakets im Umfang von 4 Milliarden Euro. Es ist der größte Betrag, den die Europäische Union je für Energieinfrastrukturen ausgegeben hat.
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| Foto: Pixelio / Schmuttel |
Der für Energie zuständige EU-Kommissar Günther Oettinger erklärte: „Nie zuvor hat die Kommission einen so hohen Betrag für Energieprojekte bewilligt. Wir haben wichtige Schlüsselvorhaben ausgewählt, die helfen werden, ein besser integriertes Energieversorgungsnetz in Europa aufzubauen, in dem die Energie flexibel über die Grenzen der Mitgliedstaaten hinweg fließen kann. Die Energie- und Klimaziele Europas machen große und risikoreiche Infrastruktur-Investitionen mit langen Amortisierungszeiten erforderlich. Das Problem ist, dass angesichts des derzeitigen Wirtschaftsklimas solche Vorhaben heute verschoben werden könnten. Daher ist jetzt der Moment, in dem Europa einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, dass diese Projekte vorangebracht werden.“
Mit dem heutigen Beschluss der Kommission werden 910 Millionen Euro für 12 Stromverbundprojekte und 1,39 Milliarden Euro für 31 Gasleitungsvorhaben gewährt. Die heute ausgewählten Projekte werden dabei helfen, wichtige Investitionsvorhaben fertig zu stellen, bei denen aufgrund des Wirtschaftsabschwungs ansonsten große Verzögerungen drohen. Durch die Kofinanzierung dieser Projekte in Höhe von 50 Prozent wird der EU-Beitrag helfen, Investitionsmittel von bis zu 22 Milliarden Euro aus dem privaten Sektor zu mobilisieren. Die besagten 2,3 Milliarden Euro werden in den kommenden 18 Monaten an Projektentwickler vergeben.
Die ausgewählten Strom- und Gasinfrastrukturprojekte entsprechen den energiepolitischen Prioritäten der EU. Dazu gehören der notwendige bessere Verbund aller EU-Mitgliedstaaten und eine Verringerung der Isolierung von Gebieten in Randlage wie der drei baltischen Staaten, Irlands und Maltas. Außerdem bekräftigen sie die Notwendigkeit einer größeren Gasversorgungssicherheit, denn unterstützt werden Reverse-Flow-Projekte in 9 Mitgliedstaaten sowie die Projekte Nabucco und Galsi zur Diversifizierung der Gaseinfuhren.
Diese Investitionen sollen dazu beitragen, die Beschäftigung zu fördern und das Überleben zahlreicher kleiner Unternehmen in der Bau- und Dienstleistungsbranche zu sichern. Für Millionen Menschen sollen sie die Energieversorgung gerade auch im Krisenfall verlässlicher machen.
Zusammen mit den Projekten zur Kohlenstoffabscheidung und ‑speicherung und den Offshore-Windenergie-Projekten, deren Förderung die Kommission bereits am 9. Dezember 2009 bewilligt hatte, sind die im Rahmen des Europäischen Energieprogramms zur Konjunkturbelebung für Energieprojekte zur Verfügung stehenden Mittel nun zu 97 Prozent vergeben.
Eine Liste der Projekte ist im Internet unter europa.eu zu finden. Quelle: EU Kommission
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Artikel vom: 08.03.2010 11:53
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