Wien - Laut Statistik Austria sind 185.145 Personen in Österreich in der Umweltwirtschaft tätig. Das sind rund 4,8 Prozent aller österreichischen Erwerbstätigen und in etwa so viele wie im Automobilsektor. Davon sind 22.159 Beschäftigte im Handel mit Umweltgütern und -technologien tätig. Der Umsatz (ohne Handel) beträgt rund 30 Mrd. Euro, was etwa 10,6 Prozent des österreichischen BIP entspricht.
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| Statistik Austria |
Gefolgt von Abfallbewirtschaftung und Boden- sowie Grundwasserschutz ist dabei der Sektor "Erneuerbare Energien" größter Arbeitgeber; die Recyclingbranche beschäftigt rund 3,6 Prozent der im Umweltbereich Tätigen:
* Erneuerbare Energien / Energieeffiziente Gebäue: Dieser Sektor weist mit knapp 52.000 MitarbeiterInnen die meisten green jobs auf: in der Produktion und Bereitstellung von Erneuerbarer Energie, der Errichtung von Passiv- und Niedrigenergiehäusern sowie in Dienstleistungen wie etwa thermischer Sanierung.
* Abfallbehandlung, -vermeidung und Abwasserbehandlung: Hier arbeiten ebenfalls fast 37.000 Menschen, etwa in der Betreibung von Deponien oder Kläranlagen und der Abfallsortierung.
* Boden- und Grundwasserschutz: Zu den fast 37.000 Beschäftigten in diesem Bereich gehören Beschäftigte im biologischen Landbau, da sie durch besonders umweltfreundliches Bewirtschaften Boden und Wasser schützen. Auffallend ist die hohe Beschäftigung im Vergleich zum Umsatz, was aus der hohen Beschäftigungsintensität des Biolandbaus zu schließen ist.
* Zum Bereich "Übrige Umweltaktivitäten" zählen etwa der Lärmschutz (z.B. Produktion von Schalldämpfer und Lärmschutzwänden), Luftreinhaltung und Klimaschutz (z.B. Abluftreinigungsanlagen), Umweltmonitoring, Natur- und Nationalparks sowie Leistungen des öffentlichen Sektors. Hier sind rund 30.000 Menschen beschäftigt.
* Recycling: In diesen Bereich fällt etwa das Recycling von Papier, Glas und Metallen. Ca. 6.800 green jobs gibt es hier.
Die Studie zeigt auch, dass das Ressourcenmanagement in den vergangenen Jahren immer mehr in den Vordergrund rückt. Darunter versteht man, dass Umweltschutzaspekte bereits im Zuge der Herstellung von Produkten berücksichtigt werden. Auf diese Weise vermeidet man die nachträgliche Beseitigung von Umweltschäden.
Tendenz steigend: Alleine im Jahr 2010 werden aus öffentlichen Mitteln rund 760 Millionen Euro für Maßnahmen zur Verfügung gestellt, die green jobs erzeugen. 121 Millionen Euro stehen Betrieben für Investitionen in Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen durch die Umweltförderung zur Verfügung. 150 Millionen Euro werden über den Klima- und Energiefonds vergeben. 40 Millionen Euro beträgt das Budget zur Altlastensanierung.
Die komplette Studie "Umweltgesamtrechnungen. Modul - Umweltorientierte Produktion und Dienstleistung (EGSS), Pilotprojekt 2008. Umsatz und Beschäftigte in der Umweltwirtschaft" kann unter lebensministerium.at herunter geladen werden. Quelle: Lebensministerium Österreich
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Artikel vom: 11.03.2010 11:07
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