Hürth - Die Sieger des Wettbewerbs „Biowerkstoff des Jahres“ stehen fest. Sie wurden vor wenigen Tagen von einhundert Experten für Biowerkstoffe beim Biowerkstoff-Kongress auf der Hannover Messe ermittelt. Der Innovationspreis wurde bereits das dritte Mal vom nova-Institut ausgelobt und vom Maschinenbauer Coperion gesponsert.
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| Foto: nova-Institut/Propper |
Auf den zweiten Platz kam das Unternehmen GreenGran B.V. aus den Niederlanden. Bei ihrem Material GreenGran, das in einem Joint-Venture in China produziert wird, handelt es sich um einen naturfaserverstärkten Kunststoff für Spritzgussanwendungen. Zum Einsatz kommen verschiedene Bastfasern wie Jute, Flachs oder Hanf und als Matrix Polypropylen oder auch bio-basierte Kunststoffe wie PLA. Als in Frankreich am Markt eingeführtes Produktbeispiel dient das Universal-Ladegerät „BioCharger“, das aus juteverstärktem Polypropylen hergestellt wird. Das Besondere an dem Material von GreenGran sind seine mechanischen Eigenschaften, die in Festigkeit und Steifigkeit Werte von glasfaserverstärktem PP erreichen, dabei aber eine geringere Dichte aufweisen.
Den dritten Platz erreichte die Henkel AG mit ihrem neuen PLA-basierten Biowerkstoff Artic, aus dem in Kürze die neue Serie von Büroartikeln hergestellt werden soll. In Hannover wurde die Anwendung von Artic im „Pritt ECOmfort Korrekturroller“ präsentiert.
Alle drei Preisträger legen Zeugnis für die rasche Entwicklung der Biowerkstoffe ab. Wurde gerade der Bereich der Biokunststoffe bislang von kurzlebigen Anwendungen im Verpackungsbereich dominiert, bei denen die biologische Abbaubarkeit im Vordergrund stand, so finden die Biowerkstoffe der drei Preisträger ihren Einsatz in dauerhaften Anwendungen. Im Mittelpunkt steht nun „bio-basiert“. und die biologische Abbaubarkeit ist nur noch eine mögliche Option am Lebensende der Produkte.
Die 20 Vorträge von Experten führender Unternehmen der Branche auf dem 3. Biowerkstoff-Kongress können ab Mitte Mai für 100,00 € plus 19 % Umsatzsteuer im nova-shop.info heruntergeladen werden. Quelle: nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH
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Artikel vom: 29.04.2010 09:56
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