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Berlin – Trotz Betriebsstilllegungen, Nachfragerückgang und drastischem Preisverfall lag die stoffliche Verwertungsquote von Getränkekartons im vergangenen Jahr mit ca. 63 Prozent nur geringfügig unter dem Vorjahresergebnis. Die Vorgaben der Verpackungsverordnung wurden damit deutlich übertroffen. Insgesamt sind von der DSD GmbH und der ReCarton GmbH rund 125.000 Tonnen Getränkekartons in Papierfabriken zu neuen Produkten verarbeitet worden.

Getränkekarton-Recycling 1995-2007
Grafik: FKN
Die Situation auf dem Altpapiermarkt habe sich mit Beginn des 2. Quartals 2009 zunehmend entspannt, so ReCarton-Geschäftsführer W. Walter Schäfers: „Inzwischen sind wieder drei Verwertungsanlagen in Betrieb.“ Mit der DSD GmbH habe man sich geeinigt, dass deren Lizenzmengen rückwirkend zum 1. Januar 2010 wieder über die ReCarton GmbH verwertet werden. DSD hatte den Vertrag mit ReCarton Ende 2008 auslaufen lassen, um ihre Mengen selbst zu verwerten. Von der alleinigen Verantwortung für alle in Deutschland gesammelten Getränkekartons verspricht sich Schäfers unter anderem eine bessere Kapazitätsplanung, die Aufrechterhaltung eines qualitativ hochwertigen Recycling und eine geringere Krisenanfälligkeit in der Zukunft.

Die ReCarton GmbH, mit Sitz in Berlin, ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Fachverbandes Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN), in dem die Firmen Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak vertreten sind. Seit Beginn der haushaltsnahen Sammlung wurden von ReCarton über 2 Millionen Tonnen Getränkekartons recycelt. Aus Getränkekartons werden vor allem Rohpapiere für Wellpappen und Faltschachteln hergestellt.

Quelle: Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN)

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Artikel vom: 29.04.2010 10:01
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