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Seit Jahren versucht die indische Regierung, der chronischen Unterversorgung an Strom massiv entgegenzuwirken. Bis 2012 soll eine flächendeckende Stromversorgung erreicht sein. Hierfür müsste das Land allerdings eine installierte Gesamtkapazität von mindestens 200 Gigawatt (GW) vorweisen können – momentan sind es 156 GW.

Foto: © christiaaane /PIXELIO
Bis 2030 soll der Anteil Erneuerbarer Energien von heute 7,7 Prozent auf 25 Prozent aufgestockt werden. Derzeit wird „grüner“ Strom in Indien vorwiegend aus Windenergie (11 GW) und Wasserkraftprojekten bis maximal 25 Megawatt (2,5 GW) gewonnen. Neben der Solarenergie (6 MW) werden auch Biomasse-Anlagen in der Fläche (2 GW) und die Energiegewinnung aus städtischen und industriellen Abfällen (67 MW) als besonders zukunftsträchtig angesehen.

Die Kapazität bereits installierter Biogasanlagen in Indien beträgt knapp zwei Gigawatt – die Regierung schätzt hingegen ein Potenzial von über 20 Gigawatt. Neben den bestehenden 102 Biogasprojekten ist im Rahmen des 11. Fünfjahresplans für 2007 bis 2012 der Bau von 150 neuen Anlagen vorgesehen; große Projekte von insgesamt 1,7 Gigawatt sind in Planung.

Städtische und industrielle Abfälle
Die städtische Bevölkerung produziert laut Schätzungen der Regierung inzwischen 50 Millionen Tonnen feste Abfallstoffe und sechs Milliarden Kubikmeter an flüssigem Abfall pro Jahr – umgerechnet ein Energiepotenzial von 2,6 GW. Aus industriellem Abfall könnten gemäß Berechnungen weitere 1,3 GW an Energie gewonnen werden.


Lesen Sie mehr in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 05/2010, Seite 13/14.

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 29.04.2010 14:01
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