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Die Produktionsmenge rutschte im Krisenjahr 2009 um zehn Prozent auf 4,6 Millionen Tonnen ab. Der Umsatz sank um 16 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. 500 Arbeitsplätze in der österreichischen Papierindustrie (sechs Prozent) gingen verloren.

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Mit diesem „Papierriss“ musste die Branche den stärksten Einbruch in der Nachkriegsgeschichte hinnehmen und wurde in ihrer Mengenentwicklung um zehn Jahre zurückgeworfen. Temporäre Abstellmaßnahmen an Papiermaschinen, Kurzarbeit und umfangreiche Investitionsausfälle standen auf der Tagesordnung. Absatzrückgänge, sinkende Verkaufspreise und ab Jahresmitte 2009 wieder steigende Energie-, Holz-, Zellstoff- und Altpapierpreise ließen die Ergebnisse vieler Unternehmen im Minus oder auf niedrigem Niveau verharren. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoff- und Energiekosten sehen sich nun viele Betriebe zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze gezwungen, bei ihren Kunden Preisverbesserungen durchzusetzen.

Diese Bilanz zog Wolfgang Pfarl, Präsident der Austropapier – Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, anlässlich der Präsentation des Jahres- und Nachhaltigkeitsberichtes 2009, allerdings nicht ohne hoffnungsvoll anzufügen: „Seit November steigen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresmonat wieder an, Zuversicht setzt sich durch, das erste Quartal 2010 schaut erfreulich aus. Die Talsohle scheint durchschritten, leichter Aufwind in sehr turbulenter Zeit ist spürbar. Hochwertiges und ressourcenschonend erzeugtes Papier aus Österreich liegt wieder voll im Trend.“

Eine schwierige Situation
Der Rückgang der Beschäftigten war primär durch die Einstellung der Papierproduktion in Hallein bedingt, aber auch die Pappenproduktion im steirischen Rosegg musste geschlossen werden. Trotz rückläufiger Zahlen sehen die Betriebe ihre Lehrlingsausbildung als Zukunftsvorsorge gegen drohenden Facharbeitermangel. Hatte der Produktionseinbruch im ersten Halbjahr 2009 noch fast 20 Prozent betragen, konnte in der zweiten Jahreshälfte einiges an Terrain gut gemacht werden. Die Gesamtexportquote erreichte mit 85,1 Prozent fast den Wert von 2008, Deutschland und Italien blieben die größten Abnehmer.


Lesen Sie mehr in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 05/2010, Seite 15/16.

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 29.04.2010 14:10
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