Wien - "Moderne Landwirtschaft setzt verstärkt auf die Nutzung erneuerbarer Energie durch Biomasse. Darin liegt nicht nur ein enormes Wachstumspotenzial durch den ansteigenden Einsatz moderner Umwelttechnologien bei der Energieerzeugung, sondern auch die Schaffung und Sicherung tausender green jobs“, erklärte Umweltminister Niki Berlakovich bei Eröffnung der Ausstellung „BAUernsSTOFF – Innovationen ab Hof“ in Salzburg. Die Ausstellung widmet sich den Perspektiven der Bäuerinnen und Bauern durch die Produktion und Verwendung nachwachsender Rohstoffe für die energetische Nutzung.
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| Foto: ©OliverMohr/PIXELIO |
Die wichtigsten Energielieferanten aus dem landwirtschaftlichen Bereich sind die feste, die flüssige und die gasförmige Biomasse. Feste Biomasse ist neben der Wasserkraft die wichtigste heimische Energieressource. Insgesamt verwenden bereits 1,4 Millionen Hauhalte (38 Prozent) Holz als Energieträger. Der in Österreich beigemischte Ersatz für fossilen Treibstoff stammt vorwiegend aus der landwirtschaftlichen Produktion flüssiger Biomasse. 2008 betrug die Ölsaatenfläche 122.000 Hektar. 190.000 Tonnen Bioethanol können in der Anlage in Pischelsdorf erzeugt werden, das sind rund zehn Prozent des verbrauchten Benzins. Als Nebenprodukt fallen Futtermittel an, die Importe ersetzen. Gasförmige Biomasse findet ihren Einsatz in der Stromproduktion, in der Wärme- und Kälteerzeugung, als Kraftstoff bzw. als Erdgassubstitut. In diesem Bereich arbeiten 1.500 Menschen. Von der Planung bis zum Betrieb der Anlagen finden 95 Prozent der Wertschöpfung im Inland statt.
Die Österreichische Energiestrategie sieht für die forstliche und landwirtschaftliche Biomasse ein Potenzial von rund 50 Petajoule bis 2020 vor und enthält eine eigene Biomethan-Strategie. Erneuerbare Energie generell ist ein Schwerpunkt der Strategie, denn er zählt zu den am meisten expandierenden Sektoren mit einem enormen Arbeitsplatzpotenzial. „Im Sektor erneuerbare Energie hatten wir von 2007 auf 2008 ein Wachstum von 18 Prozent. Rund 52.000 Beschäftigte arbeiten in diesem Bereich, das sind zirka 32 Prozent aller green jobs. Allein die Landwirtschaft trägt davon 15 Prozent.“, so Umweltminister Berlakovich.
Derzeit arbeiten in Österreich – alle Bereiche eingeschlossen – 185.000 Menschen in green jobs, das sind Jobs, die bei der Erzeugung von Gütern und Dienstleistungen entstehen, deren Hauptzweck der Umweltschutz ist. Bis 2020 können noch einmal 100.000 green jobs dazu kommen. Besonders der Bereich der nachwachsenden Rohstoffe aus land- und forstwirtschaftlicher Produktion wird in Zukunft ein viel intensiver zu nutzendes Potenzial für Produktion und energetische Nutzung darstellen. Das betrifft im Wesentlichen die Erzeugung von Treibstoffen, elektrischen Strom und Wärmeenergie. Quelle: Lebensministerium
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Artikel vom: 04.05.2010 10:38
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