Brüssel - Nach einer von der Europäischen Kommission veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage spricht sich eine überwältigende Mehrheit der Europäer für europäische Rechtsvorschriften zur Entsorgung radioaktiver Abfälle aus. Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsrisiken radioaktiver Abfälle wurden dabei sowohl in Ländern, die die Kernenergie nutzen, als auch in Ländern ohne Kernkraftwerke geäußert.
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| EU Kommission |
Entsorgung radioaktiver Abfälle
Wie die Eurobarometer-Umfrage „Die Europäer und die nukleare Sicherheit“ ergab, sind insgesamt 82 Prozent der Menschen in Europa der Meinung, dass die Frage der Entsorgung radioaktiver Abfälle auf EU-Ebene geregelt werden sollte. Dabei ergab sich eine deutliche Übereinstimmung in der gesamten Europäischen Union. So äußerten fast alle Befragten in Zypern (93 Prozent), Ungarn (90 Prozent), den Niederlanden (90 Prozent) und Slowenien (90 Prozent) ihre Zustimmung. Am anderen Ende des Spektrums – in den Ländern mit der geringsten Zustimmungsrate – war ebenfalls durchgängig eine mehrheitliche Zustimmung zu verzeichnen (Österreich 59 Prozent, Vereinigtes Königreich 60 Prozent, Malta 62 Prozent).
Sicherheit kerntechnischer Anlagen
Wenngleich Bedenken hinsichtlich einer rechtswidrigen Nutzung von Nuklearmaterial und Terrorismus bestehen, ist eine klare Mehrheit von 59 Prozent der Europäer der Meinung, dass Kernkraftwerke sicher betrieben werden können. Der EU-Durchschnitt blieb damit im Vergleich zur Umfrage aus dem Jahr 2006 stabil. Bei den nationalen Ergebnissen waren jedoch einige wesentliche Veränderungen festzustellen: In 14 Ländern nahm die Zustimmung zu obiger Aussage zu, vor allem in Irland (+11), Polen und Luxemburg (+9) sowie in Malta, Estland und Italien (+6). Eine Abnahme der Zustimmung war in Bulgarien (-9), Deutschland (-7), Frankreich und Rumänien (-5) zu verzeichnen.
Der vollständige Bericht über "Europeans and Nuclear safety" wird unter ec.europa.eu bereitgestellt. Quelle: EU Kommission
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Artikel vom: 05.05.2010 10:49
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