Berlin - Die „Allianz für Mehrweg“ hat mit mehr als 5.000 teilnehmenden Partnern ihre diesjährige Kampagne „Mehrweg ist Klimaschutz“ mit neuem Motiv gestartet. Die Kampagne informiert Verbraucher mit Informationsbroschüren, Plakaten und Videos über die umwelt- und klimaschonenden Eigenschaften von Mehrwegflaschen. „Mit der Entscheidung für Mehrweggetränke vor allem von regionalen Abfüllern kann jeder Verbraucher an der Ladenkasse abstimmen – für den Klimaschutz, für eine unvermüllte Landschaft und für die Gesundheit“, sagte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH)."
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| Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) |
Die Allianz für Mehrweg fordert zusätzlich zum Pflichtpfand die schnellstmögliche Einführung einer Lenkungsabgabe auf Einweggetränkeverpackungen, deren Erlös in klimafreundliche Mehrwegsysteme investiert werden könnte. „Das Einwegpfand hat zur Stabilisierung des Mehrwegsystems beigetragen, wird aber langfristig allein nicht ausreichen“, sagte Roland Demleitner, Geschäftsführer des Verbandes Private Brauereien Deutschland e.V. „Deshalb ist die zusätzliche Erhebung einer Lenkungsabgabe von mindestens 20 Cent auf ökologisch nachteilige Einweggetränkeverpackungen ein notwendiger Schritt der Mehrwegförderung.“
Sieben Jahre nach Einführung des Einwegpfandes können fast die Hälfte der Verbraucher umweltfreundliche Mehrwegflaschen nicht von bepfandeten Einwegflaschen unterscheiden. „Kein Wunder“, kritisiert Sepp Gail, Vorsitzender des Verbandes des Deutschen Getränke-Einzelhandels. „Verbraucher werden gezielt mit irreführenden Angaben auf den Einwegflaschen verwirrt. Nachdem sie jahrzehntelang gelernt haben, dass Pfand auch Mehrweg bedeutet, schreiben viele Einwegabfüller bewusst ‚Pfandflasche’ aufs Etikett.“ Damit die Kunden sich für die eigentlich gewollte Mehrwegflasche entscheiden können, sei eine eindeutige Kennzeichnung von Einweg und Mehrweg unbedingt notwendig. Die Allianz für Mehrweg begrüßt daher ausdrücklich die Empfehlung des bifa Umweltinstitutes, die Pfandpflicht auf alle Getränkebereiche auszuweiten. „Unsere Kunden haben kein Verständnis dafür, dass PET-Einwegflaschen einmal mit Pfand verkauft werden und einmal ohne, nur wenn ein anderer Inhalt in der scheinbar selben Flasche ist“, sagte Gail. Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)
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Artikel vom: 06.05.2010 07:38
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