Düsseldorf - Die Getränkedose ist jetzt auf Augenhöhe mit Mehrweg und hat sich in Sachen Umweltfreundlichkeit deutlich verbessert – dank drastischer Materialeinsparungen, hoher Recyclingquoten und veränderter Konsumgewohnheiten. Das zeigt eine neue Ökobilanz des IFEU-Instituts für Energie- und Umweltforschung.
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| BCME Deutschland |
„Die letzte vergleichende Ökobilanz für Bier-Getränkeverpackungen des Umweltbundesamtes ist 15 Jahre alt. Mit dieser neuen Studie haben wir eine ökologische Standortbestimmung mit aktuellen Daten, die außerdem die heutigen Rahmenbedingungen in Deutschland abbildet“, sagt Gerrit Heske, Chairman vom europäischen Verband der Getränkedosenhersteller (BCME). „Die Getränkedosenhersteller haben ihre Öko-Hausaufgaben gemacht. So haben wir in den vergangenen 15 Jahren hart daran gearbeitet, den Materialeinsatz deutlich zu verringern und das Gewicht der Dose um 25 Prozent zu reduzieren. Diese Fortschritte spiegeln sich in den Ergebnissen der Ökobilanz wider.“
Die größte Stärke der Getränkedose zeigt sich, wenn eine überregionale Distribution (ab 400 Kilometern) – wie sie heute für viele Biermarken üblich ist – und realistische Umlaufzahlen bei Mehrwegflaschen von bis zu zehn Wiederbefüllungen zugrunde gelegt werden. Hier schneidet die Getränkedose beim Thema Klimawandel von allen untersuchten Verpackungen am besten ab: Laut IFEU-Studie verzeichnet die Dose den niedrigsten CO2-Äquivalenzwert, der die Auswirkungen auf den Klimawandel repräsentiert.
Laut Studie liegt die Getränkedose bei kurzen Distributionswegen (unter 100 Kilometern) und einer hohen Rücklaufquote bei Mehrwegflaschen (25 und mehr) beim wichtigsten Faktor Klimawandel knapp hinter der Glas-Mehrwegflasche. „Hier müssen wir noch weiter an Verbesserungen arbeiten“, sagt Gerrit Heske. „Dennoch ist eine deutliche Überlegenheit der Mehrwegflasche auch hier nicht mehr gegeben.“
„Es gibt für bestimmte Konsumsituationen einfach jeweils optimale
Verpackungsmittel. Die Mehrweg-Glasflasche ist sehr gut für lokale Märkte. Für überregionale Produkte oder auf Reisen und unterwegs ist die Getränkedose eine mindestens ebenso umweltfreundliche – teils sogar die bessere – Verpackungswahl“, so Jung weiter. „Wir wünschen uns eine sachliche, faire Diskussion und sind davon überzeugt, dass eine Vielfalt im Verpackungsmix für alle Beteiligten – Hersteller, Handel wie Konsumenten – auch aus ökologischen
Überlegungen vorteilhaft ist.“
Das Institut empfiehlt, alle Entscheidungen zwischen alternativen Verpackungen anhand der konkreten Markt- und Konsumgewohnheiten zu treffen.
Die Studie kann unter forum-getraenkedose.de heruntergeladen werden. Quelle: BCME Deutschland
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Artikel vom: 10.05.2010 10:26
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