Home / Top-News Abfall / Waste Kreislaufwirtschaft / Recycling Management Energie / Energy Märkte / Markets Unternehmen / Companies Forschung / Research Politik / Policy Recht / Law
Archiv
Zurück Impressum
 

Hannover - Bereits jetzt liegt das Durchschnittsalter der Mitarbeiter in vielen Firmen bei mehr als 40 Jahren. Am Ende des Jahrzehnts könnte es bei 50 liegen, schätzen Experten des Statistischen Bundesamtes. Firmeninhaber können aber aus dieser demografischen Entwicklung durchaus Vorteile ziehen, meint Dr. Sebastian Dominic von Buch von der Becker von Buch Unternehmensberatung in Hannover.

Älterer Arbeitnehmer
Foto: Fotolia / Profact
Für ihn stellen Leistungsfähigkeit und höheres Lebensalter keinen Widerspruch dar: "Der unternehmerische Wert älterer Arbeitnehmer wird oft unterschätzt", sagt er. Denn gerade in unserer so schnelllebigen Zeit sollten sich Unternehmer auf die Erfahrung und Besonnenheit dieser Mitarbeiter verlassen. Zumal ihnen in Zukunft kaum etwas anderes übrig bliebe. "Sich von über 50-Jährigen zu trennen, nur um nach außen als ‚junges Unternehmen' dazustehen, führt über kurz oder lang in eine Sackgasse - es fehlt schlicht an qualifiziertem Nachwuchs."

Der Unternehmensberater plädiert vielmehr für eine "gesunde Mischung" von Jung und Alt, wobei allerdings sowohl auf die körperlichen als auch auf die geistigen Fähigkeiten der Älteren Rücksicht genommen werden sollte.

Seine Empfehlungen:

* Frühverrentungsprogramme, wie sie jahrelang forciert wurden, ersatzlos streichen.
* Arbeiten, die hohe körperliche Anstrengungen erfordern, möglichst jungen Mitarbeitern anvertrauen oder ein Rotationssystem installieren.
* Älteren Arbeitnehmern Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, zum Beispiel Computer- oder Sprachkurse beziehungsweise branchenübliche Fortbildungen.
* Finanzielle Anreizsysteme mit starkem Leistungsbezug schaffen, die weder vom Alter noch von der Betriebszugehörigkeit abhängig sind.
* Auch älteren Arbeitnehmern berufliche Perspektiven anbieten, beispielsweise über persönliche Entwicklungspläne.

"Gestandene Mitarbeiter halten ist deutlich einfacher als qualifizierten Nachwuchs rekrutieren", gibt von Buch zu bedenken. Und Alter sei ohnehin relativ: "Die 60-Jährigen von heute sind in der Regel so fit wie die 40-Jährigen vor 50 Jahren. Wer ihnen weiterhin berufliche Chancen einräumt und für Weiterbildungsmöglichkeiten sorgt, kann der Alterspyramide im Unternehmen Paroli bieten und die Leistungskraft der Firma erhalten."

Quelle: Becker von Buch Unternehmensberatung GmbH

Ähnliche Artikel:

Artikel vom: 31.05.2010 11:22
Zurück   
© MSV Mediaservice & Verlag GmbH, Bergstr. 16, D-82239 Biburg
Sekundär-Rohstoffe