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Nach einem sehr schwierigen Jahr 2009 hat sich der Altpapiermarkt mittlerweile wieder belebt. Kein Wunder also, dass sich die rund 600 Teilnehmer am 13. Internationalen Altpapiertag in Düsseldorf brennend für die weitere Entwicklung interessierten. Aus 16 Ländern waren sie an den Rhein gereist, um während der Veranstaltung des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung mehr zu erfahren.

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Hubert Neuhaus, Vorsitzender der bvse-Fachvereinigung Papierrecycling, mochte in diesem Zusammenhang jedoch nicht von einer kräftigen Markterholung sprechen. Die Branche spüre derzeit einen „zarten Aufschwung“, betonte er. Mittlerweile sei Bewegung in die Rohstoffpreise gekommen, da die Industrie weltweit eine bessere Auftragslage verzeichne. Der plötzlich steigende Altpapierbedarf nach einem ruhigen Geschäft zu Jahresbeginn konnte laut Neuhaus unter großen Anstrengungen gedeckt werden. Diese Nachfrage werde gestützt durch verschiedene Sonderfaktoren, erläuterte er am Rande der Veranstaltung: Innereuropäisch und auch in Asien werden den Angaben zufolge neue zusätzliche Produktionskapazitäten der Papierindustrie fühlbar, die Altpapier als Rohstoff einsetzen. Da Altpapierlagerbestände bei den Lieferanten durch das konjunktur- und winterbedingt niedrige Aufkommen nicht vorhanden waren, führte die gestiegene Nachfrage regelrecht zur „just-in-time-Versorgung“.

Auch die Preisfindung für Altpapier ist in Bewegung. Der im Laufe der zurückliegenden Monate zu verzeichnete Anstieg der Vergütungen führte bis in den Januar auf das Vorkrisenniveau vom Herbst 2008. „Ein Anstieg, der sinnvoll und notwendig war. Die aktuell erhöhte Nachfrage mündet darin, dass eine kleine – oft auch nur gefühlte – Unterdeckung in der Altpapierversorgung ausreichen kann, um übersteigerte Nervosität entstehen zu lassen“, wird Neuhaus zitiert, der auch Berichte über Verdrängungsgebote einiger Abnehmer erwähnte. Dies betreffe letztlich aber nur ein vergleichsweise kleines Altpapier-Mengenvolumen. Der Fachverband Papierrecycling im bvse sehe mit großer Sorge, dass solche Spotmengen-Phänomene, die am Mittelstand in der Regel vorbei gehen, die Preismeldung für eine Altpapiersorte im Ganzen explosionsartig nach oben treiben können. Wenn solch hohe Notierungen in Verträge und Ausschreibungen mit Preisanpassungsregelungen Eingang finden, ziehe dies massive Probleme nach sich.

Neuhaus wies zudem darauf hin, dass die Altpapierwirtschaft nicht unbedingt von hohen Preisen profitiere. Im Gegenteil: Auf Seiten der Anfallstellen könnten Begehrlichkeiten entstehen, die fehl am Platz sind. Entscheidend sei, dass eine Marge erwirtschaftet werden könne, die für den Altpapierentsorger auskömmlich ist ...


Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 06/2010, Seite 2-4.

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 31.05.2010 11:47
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