Berlin - Mit grünen Innovationen besser durch die Krise: So ließe sich das Ergebnis der Umfrage des Industrieverbands European Bioplastics unter seinen Mitgliedern zusammenfassen. Das Gros der Befragten verzeichnete auch 2009 Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahr von zum Teil weit über fünf Prozent. Damit wurden ihre Erwartung häufig erfüllt und teilweise auch übertroffen. 38 Unternehmen des Verbands, darunter viele der global führenden Polymer-Hersteller, hatten sich im Mai zum Geschäft des Jahres 2009 und den Erwartungen für 2010 und 2011 geäußert.
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| Grafik: European Bioplastics |
Die biologische Abbaubarkeit bzw. der biobasierte Anteil unterscheidet Biokunststoffe von konventionellen Kunststoffen. Viele der Anwendungen wie beispielsweise Verpackungen, Mulchfolien oder Tragetaschen sind sowohl biologisch abbaubar wie auch biobasiert. Biokunststoffe werden zunehmend auch für dauerhafte Anwendungen eingesetzt, wie Mobiltelefongehäuse oder Kraftfahrzeugteile. Auf diese Weise wird der mittels Pflanzen aus Kohlenstoffdioxid gewonnene Kohlenstoff jahrelang der Atmosphäre entzogen. Klimaschutz und geringerer fossiler Energieverbrauch sind wichtige Triebkräfte bei der Technologie- und Marktentwicklung. Die biologische Abbaubarkeit ist vor allem bei kurzlebigen Anwendungen von Vorteil.
"Das ist ein klarer Beleg für die Stärke von grünen Innovationen und den Unternehmen, die diese voran treiben", erklärt Andy Sweetman, Vorsitzender des Vorstands von European Bioplastics. Noch sind Biokunststoffe mit einem Marktanteil von unter einem Prozent Nischenprodukte - trotz meist hoher Wachstumsraten. "Was fehlt, sind klare Marktanreize durch effektive Förderprogramme", ergänzt Harald Käb, politischer Berater des Verbands, "dann könnten die Unternehmen ihre Innovationen und die nötige Kapazitätsausweitung besser finanzieren". Es wäre auch ein starkes Signal an die großen Kunststoffabnehmer und die Verbraucher.
Die Branche ist bereit zu höherem Wachstum. Quelle: European Bioplastics
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Artikel vom: 02.06.2010 11:08
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