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Frankfurt - Zusammen mit der Commerzbank hat der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. Ende Mai eine Studie "Zur Rohstoffsituation in der Elektroindustrie" vorgelegt. Sie beschreibt die in dieser Branche benötigten Rohstoffe, zeigt auf, wer diese Rohstoffe anbietet und wer noch darum konkurriert, beleuchtet das Thema Spekulation und gibt einen Marktausblick. Darüber hinaus wird ausführlich erörtert, was die Unternehmen selbst tun können, um ihre Rohstoffversorgung auf eine sicherere Basis zu stellen und wie die Politik flankierend unterstützen sollte.

Metallgranulat
Foto: ©Kroll/Recyclingportal
Der Anteil der Materialkosten am Bruttoproduktionswert der Elektroindustrie in Deutschland liegt bei rund 42 Prozent. Mehr als 70 Prozent des im Produktionsprozess benötigten Materials bezieht die Branche dabei von sich selbst. Die restlichen rund 30 Prozent werden bei anderen Wirtschaftszweigen – etwa in der Chemischen Industrie oder der Stahlindustrie – eingekauft. Einen Großteil der fremdbezogenen Inputs machen die Rohstoffe aus.

Die deutsche Elektroindustrie ist innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes der größte Abnehmer von Kupfer und Blei sowie der drittgrößte Abnehmer von Stahl. Als Hightech-Branche benötigt sie zudem zahlreiche Seltene Erden. Wurden etwa in den 1990er Jahren erst 16 Elemente in Halbleitern verarbeitet, so sind es inzwischen 60. Der freie Zugang zu den internationalen Rohstoffmärkten wie auch die Entwicklung der Rohstoffpreise sind für die Elektroindustrie entsprechend von enormer Bedeutung.

Die Studie befasst sich mit den wichtigsten Rohstoffen: Kupfer, Roheisen / Stahl, Aluminium, Rohöl / Erdgas, Nickel, Blei, Kobalt, Lithium, Zink, Mangan und Seltene Erden (Lanthan, Neodym, Scandium, Yttrium, Europium). Sie kann heruntergeladen werden unter zvei.org.

Quelle: ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

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Artikel vom: 03.06.2010 07:37
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