Dortmund - China ist erneut Spitzenreiter in der "Hitliste" gefährlicher Produkte. Das ergab die statistische Auswertung des Schnellwarnsystems RAPEX, die jährlich von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) als zentrale Meldestelle in Deutschland herausgegeben wird. 41,4 Prozent aller vom europäischen Schnellwarnsystem erfassten mangelhaften Produkte stammten aus der Volksrepublik. Insgesamt speiste die BAuA 232 Meldungen ins europäische System. Über statische Auswertungen der Meldungen hinaus beleuchtet der gerade erschienene Informationsdienst "Gefährliche Produkte 2010" das Unfallgeschehen mit Geräten und Maschinen.
![]() |
| BAuA |
Der zweithäufigste Grund für Meldungen waren Verstöße gegen die dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) unterliegende Spielzeugverordnung, die die europäische Spielzeugrichtlinie in deutsches Recht umsetzt. 18,5 Prozent der gefährlichen Produkte verstießen gegen diese Rechtsvorschrift. Bei den auch hierunter gemeldeten Spielzeugen konnten Kinder zum Beispiel leicht Kleinteile verschlucken oder die Produkte wiesen unzulässige chemische Inhaltsstoffe auf. Lacke waren oft mit zu hohen Blei- und Chromwerten belastet. Auch bei Schreib- und Bastelbedarf wurden oft Kunststoffhüllen mitgeliefert, die für Kinder Verschluckungsgefahr bargen.
Mit rund 17 Prozent den dritthäufigsten Grund für Meldungen bildeten Verstöße gegen die allgemeinen Regeln zur Produktsicherheit, die vom GPSG, beziehungsweise von der europäischen Produktsicherheitsrichtlinie geregelt werden. Auch hier wiesen vor allem Produkte für Kinder Mängel auf: Beispielsweise sonderten einige Kinderjacken lange Wollfasern ab, durch die Erstickungsgefahr entstand.
"Gefährliche Produkte (Ausgabe 2010). Informationsdienst zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG)" kann bei baua.de heruntergeladen werden. Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Ähnliche Artikel:
Artikel vom: 21.06.2010 11:30
| Zurück |
|



