Frankfurt/Main - Mit einem Eigenkapitalfonds für mittelständische Unternehmen wollen die KfW Bankengruppe und die Commerzbank dem Bedürfnis vieler mittelständischer Unternehmen in Deutschland nach einem flexiblen und unternehmerfreundlichen Finanzierungsangebot Rechnung tragen. Darüber hinaus wird das bestehende Marktangebot um ein bislang fehlendes Produkt ergänzt. Der Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand hat ein Gesamtvolumen von bis zu 500 Mio. Euro und wird zum Start von den beiden Gründungspartnern mit jeweils knapp 100 Mio. Euro ausgestattet, wobei der Anteil der KfW unter 50 Prozent bleibt. Zudem wird das externe Fondsmanagement beteiligt sein.
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| Foto: ©Günter Havlena/PIXELIO |
Ziel des neuen Fonds ist es, die Eigenkapitaldecke mittelständischer Unternehmen zu stärken. Die Rezession des Jahres 2009 hat die in den Jahren zuvor aufgebaute Eigenkapitaldecke vieler Unternehmen reduziert; dies droht in der sich andeutenden Konjunkturerholung zunehmend zu einem Hemmschuh für Wachstum und Innovation zu werden. Allerdings fehlt es nach Überzeugung der Fondsinitiatoren in Deutschland an einem breiteren Angebot für Beteiligungskapital, das sich an den Bedürfnissen mittelständischer Unternehmen und deren nachhaltiger Wachstumsperspektive orientiert. Darüber hinaus soll die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Mittelpunkt stehen.
Der Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand unterscheidet sich klar von den auch in Deutschland weit verbreiteten Modellen schuldenfinanzierter Übernahmen (Leverage-Buy-Outs), die meist auf vollständige unternehmerische Kontrolle und kurzfristige Renditemaximierung ausgerichtet sind.
Im Fokus des Eigenkapitalfonds für den Mittelstand stehen deutsche Familienunternehmen und deren auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensentwicklung. Das Fondskonzept ist auf ein längerfristiges Engagement als bei üblichen Private Equity-Fonds angelegt und berücksichtigt die spezifischen Anforderungen mittelständischer Unternehmen an eine Eigenkapitalfinanzierung. Hierzu gehören insbesondere Minderheitsbeteiligungen, die dem Unternehmen als echtes Eigenkapital für Wachstumsinvestitionen zur Verfügung stehen und ihm ein hohes Maß an unternehmerischer Autonomie sichern. Darüber hinaus erhält der Unternehmer über das Fondsmanagement und einen erfahrenen Industrie-Beirat Zugang zu wertvollem Know-how und Kontakten. Das bevorzugte Ausstiegsszenario ist der Rückkauf der Anteile durch den Unternehmer. Quelle: KfW Bankengruppe / Commerzbank AG
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Artikel vom: 24.06.2010 08:08
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