Berlin - Das Bundesumweltministerium (BMU) und die KfW Entwicklungsbank haben heute in Berlin den Startschuss zum Aufbau eines innovativen Globalen Klimaschutzfonds gegeben. Der Fonds soll kleine und mittlere Unternehmen sowie private Haushalte in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern, die in Energieeffizienz und erneuerbare Energien investieren. BMU und KfW unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag im Rahmen der zweitägigen Konferenz „Klimaschutzfinanzierung in Entwicklungs- und Schwellenländern – Instrumente und Anreize für klimafreundliche Investitionen des Privatsektors“.
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| Foto: ©HaraldReiss/PIXELIO |
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Indem das BMU Eigenkapital bereitstellt und einen Teil der wirtschaftlichen Risiken übernimmt, schaffen wir die für private Investoren notwendigen Anreize, sich in Form von Fremdkapital zu beteiligen. Damit gelingt es, durch den intelligenten Einsatz vergleichsweise geringer Haushaltsmittel insgesamt erhebliches Kapital für den internationalen Klimaschutz zu mobilisieren.“
Bei diesem für den internationalen Klimaschutz neuen Finanzierungsinstrument werden – im Gegensatz zu anderen Programmen – die öffentlichen Mittel durch den Fonds nicht aufgezehrt, sondern revolvierend eingesetzt, das heißt, Rückzahlungen kommen dem Fondsvermögen zugute.
Das BMU hat Mittel in Höhe von 20 Mio. Euro aus der Internationalen Klimaschutzinitiative für das Eigenkapital des Fonds bereitgestellt. Mit der 2008 ins Leben gerufenen Internationalen Klima-schutzinitiative fördert das BMU Klimaschutzprojekte in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern. Die Initiative wird aus der Versteigerung von Emissionszertifikaten finanziert. Die KfW Entwicklungsbank hat dem Fonds, der im Auftrag des BMU gegründet wurde, Mittel in Höhe von über 75 Mio. US$ zugesagt. Der Fonds wird von einem privaten Fondsmanager geführt werden. Zugang zu Finanzierungsmitteln und Beratungsleistungen wird über die Hausbanken ermöglicht. Der Fonds verfügt zudem über eine Finanzierungskomponente für begleitende Beratungsleistungen in Höhe von 2,5 Mio. Euro.
Für Entwicklungs- und Schwellenländer wird aufgrund des stetigen Wirtschaftswachstums ein deutlich steigender Energieverbrauch prognostiziert, mit entsprechend negativen Umweltfolgen. Der Globale Klimaschutzfonds wird deshalb schwerpunktmäßig in solchen Ländern aktiv sein, die bereits heute über eine bedeutende industrielle Basis und eine starke Bevölkerung verfügen: Brasilien, Chile, China, Indien, Indo-nesien, Mexiko, Marokko, Philippinen, Südafrika, Tunesien, die Türkei, die Ukraine und Vietnam. Quelle: Bundesumweltministerium
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Artikel vom: 29.06.2010 10:14
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