Mit diesem Motto haben die Organisatoren anscheinend ins Schwarze getroffen: 350 Teilnehmer aus elf Ländern kamen in Bad Neuenahr zusammen, um ihre Geschäfte voranzubringen und sich zu informieren. Was nützen die besten Produkte aus Recyclingkunststoffen, wenn sie nur von einer Minderheit gekauft und eingesetzt werden? Als Antwort auf diese Frage, die wohl Viele in dem Wirtschaftszweig bewegt, hat der bvse eine neue Kampagne ins Leben gerufen.
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| Foto:bvse |
Anspruch und Wirklichkeit
Wichtigste Zielgruppe dieser Kampagne sind die Verantwortlichen für die Beschaffungen der „öffentlichen Hand“. Laut Herbert Snell, Vizepräsident des Verbandes, ist das „grüne“ Beschaffungswesen der Behörden jedoch eher ein abstrakter Programmansatz, der nicht die Realität widerspiegelt. Dabei sind die öffentlichen Stellen in Deutschland nach Paragraph 37 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes verpflichtet, „bei allen Aufträgen zu prüfen, ob und in welchem Umfang der Einsatz von Erzeugnissen möglich ist, die sich durch Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit auszeichnen und zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen“. Materialien aus Sekundärrohstoffen sollten immer dann bei der Beschaffung berücksichtigt werden, sofern dies technisch praktikabel und wirtschaftlich zumutbar ist, so bvse-Justiziarin Dr. Manuela Hurst in ihrem Vortrag beim Workshop „Kunststoffrecycling – der gesetzliche Rahmen“.
Wie groß die Wirtschaftsmacht der staatlichen Stellen in Europa ist, erfuhren die Teilnehmer des Workshops „Die Praxis des Kunststoffrecyclings“ von Dr.-Ing. Stefan Bosewitz. Seinen Worten zufolge werden von europäischen Behörden Jahr für Jahr etwa 1.500 Milliarden Euro für Produkte und Dienstleistungen ausgegeben. In Deutschland umfasst das öffentliche Beschaffungswesen etwa 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, das nach den Schätzungen des Statistischen Bundesamtes und der EU im Jahr 2009 bei 2.404,4 Milliarden Euro gelegen hat. Mit diesem erheblichen Potenzial könnten gezielt Umweltbelange und damit auch die Entwicklung innovativer umweltfreundlicher Produkte unterstützt werden, meinte der Referent ...

Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 07/2010, Seite 2-4. Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE
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Artikel vom: 30.06.2010 14:07
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