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Die Europäische Kommission will eine europaweit abgestimmte Rohstoffpolitik vorantreiben. Zur Vorbereitung gemeinschaftlicher Aktionen hat eine von ihr eingesetzte Expertengruppe eine Liste mit „kritischen“ Rohstoffen veröffentlicht.

Foto: mathias the dread / photocase.com
Im Herbst dieses Jahres will der für Rohstoffe zuständige EU-Kommissar Antonio Tajani eine EU-Rohstoffstrategie vorlegen. Sie soll zum Beispiel das politische Vorgehen der Gemeinschaft im Kampf gegen Exportbehinderungen von Nicht-EU-Ländern skizzieren. Auch sollte die „Rohstoffdimension“ stärker bei der EU-Entwicklungspolitik berücksichtigt werden, erklärte der für Unternehmen und Industrie zuständige EU-Kommissar Tajani. Dritter Schwerpunkt sollten Modellvorhaben sein, die Forschung zu einem besseren Umgang mit Rohstoffen und ihren Ersatz durch andere Stoffe innerhalb der EU voranzutreiben. Bereits vor zwei Jahren hatte die Kommission eine Mitteilung zu einer EU-Rohstoffstrategie vorgelegt, die bislang aber offensichtlich kaum zu wirkungsvollem Handeln auf europäischer und einzelstaatlicher Ebene geführt hat.

Der Bericht der von der EU-Kommission eingesetzten Expertengruppe stellt bei 14 Rohstoffen eine drohende Knappheit fest: Antimony, Beryllium, Kobalt, Fluorspar, Gallium, Germanium, Graphite, Indium, Magnesium, Niobium, PGMs (Platinum Group Metals), Seltene Erden, Tantalum and Tungsten. Viele dieser Rohstoffe sind besonders wichtig für die Herstellung von High-Tech-Produkten. So wird etwa Kobalt für Lithium-Ionen-Akkus benötigt, Gallium für Photovoltaik-Zellen, Platin für Brennstoffzellen und Katalysatoren oder Germanium für Glasfaserkabel bei Breitbandnetzen. Die Expertengruppe empfiehlt, die Rohstoffversorgung als zentrales Anliegen bei der Welthandelsorganisation (WTO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) zu vertreten ...

SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 07/2010
Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 07/2010, Seite 5-6.

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 30.06.2010 14:13
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