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Rasantes Bevölkerungswachstum, immer mehr Industriebetriebe und eine chaotische, umweltgefährdende Deponierung – so charakterisierte noch vor wenigen Monaten die KfW-Bank die Situation einer 400.000-Einwohner-Stadt im Südwesten der Türkei. Und reorganisiert seitdem dort die Verwaltung der Abfallwirtschaft, schuf eine Infrastruktur für die geordnete Entsorgung der Abfälle und führte ein Kostenrechnungssystem als Grundlage für ein neues Gebührensystem ein.

Foto: Hans-Jürgen Spengemann / pixelio.de
Eine Reform der Abfallwirtschaft steht für die gesamte Türkei an. Die Verabschiedung eines nationalen Plans zur Abfallbewirtschaftung ist zwar noch nicht erfolgt. Dennoch ist nach Einschätzung der EU Kommission die türkische Abfallwirtschaft bei der Umsetzung von EU-Richtlinien bereits recht weit vorangekommen, insbesondere was die Abfall-Rahmenrichtlinie und die Richtlinie über gefährliche Abfälle anbelangt. Fortschritte wurden vor allem bei bestimmten Abfallströmen wie Autoreifen und Verpackungsabfall erzielt, während hinsichtlich Altfahrzeugen, Elektro- oder Elektronik-Altgeräten sowie der Deponierung und Verbrennung von Abfällen noch viel getan werden muss. Fortschritte gab es auch bei der Kontrolle bestimmter gefährlicher Stoffe (polychlorierte Biphenyle PCB und PCT, gebrauchte Öle). Ebenso wurde die Verwendung gefährlicher Stoffe bei Elektro- und Elektronikgeräten eingeschränkt.

Gesetzliche Quoten werden erhöht
Zwei Einrichtungen verdienen hinsichtlich Abfallverwertung besondere Erwähnung. Die „Stiftung für Umweltschutz und Abschätzung von Verpackungsabfällen“ (kurz: ÇEVKO) darf den Grünen Punkt verwenden und ist für seine Verwendung in der Türkei verantwortlich. Und die „Stiftung der Hersteller und Importeure transportabler Batterien“ (kurz: TAP) ist die einzige Organisation, die das türkische Umwelt- und Forst-Ministerium damit beauftragt hat, Batterien im Inland getrennt zu sammeln, zu lagern und zu entsorgen ...

SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 07/2010
Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 07/2010, Seite 20-21.

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE / GTAI

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Artikel vom: 30.06.2010 14:59
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