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Hannover - Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die Deutsche Rohstoffagentur eingerichtet. Ziel der Agentur ist es, aktuelle rohstoffwirtschaftliche Marktanalysen und Konzepte bereitzustellen und die Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoffen zu unterstützen. Gemeinsam mit anderen Experten in Europa hat die BGR an einem Bericht zur Definition kritischer Rohstoffe in Europa mitgearbeitet, den die EU jetzt auf der „European Minerals Conference Madrid 2010“ im Rahmen der EU-Rohstoffinitiative vorgestellt hat.

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Erstmals erfolgte auf EU-Ebene eine Analyse der weltweiten Verfügbarkeit von mineralischen Rohstoffen und deren Bedeutung für die europäische Wirtschaft. Von den im Bericht analysierten 41 Mineralen und Metallen werden 14 als kritisch im Hinblick auf ihre ökonomische Bedeutung und ihr Angebotsrisiko eingestuft: Antimon, Beryllium, Cobalt, Flussspat, Gallium, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, Niob, Metalle der Platingrupppe, Seltene Erden, Tantal und Wolfram.

„Risiken im Angebot dieser so genannten kritischen Rohstoffe hängen vor allem damit zusammen, dass ein großer Teil der weltweiten Produktion auf einige wenige Länder konzentriert ist und diese Länder laut Weltbank ein hohes politisches Risiko aufweisen“, so BGR-Experte Dr. Peter Buchholz. In dem Bericht werden fünf Empfehlungen für die europäische Rohstoffversorgung gegeben. Diese umfassen die Verbesserung des Zugangs zu Primärrohstoffen, ein effizientes Recycling von Rohstoffen oder rohstoffhaltigen Produkten, die Substitution von Rohstoffen, die Verbesserung der Materialeffizienz und gleiche Wettbewerbsbedingungen. Die Ergebnisse des Berichtes sollen nach Angaben der Europäischen Kommission in den Entwurf für eine Mitteilung über Strategien zur Sicherstellung des Zugangs zu Rohstoffen einfließen, den die Kommission im Herbst 2010 veröffentlichen wird.

„Die Empfehlungen aus dem EU-Bericht sind eine wichtige Basis für die Arbeit der Deutschen Rohstoffagentur und werden mit den einzelnen Maßnahmen der Agentur verzahnt“, betont Dr. Volker Steinbach, zuständig für die Deutsche Rohstoffagentur in der BGR.

Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

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Artikel vom: 05.07.2010 07:33
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