Frankfurt/München - Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen, der zentrale Indikator im Rahmen des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers, zeigt weiter keine großen Ausschläge. Zwar fällt der Indikator im Juni marginal um 0,4 Zähler auf 13,2 Saldenpunkte. Mit nur rund einem Fünftel einer durchschnittlichen Monatsveränderung bedeutet dies praktisch Stagnation – genauso wie schon im Mai.
![]() |
| Grafik: KfW Bankengruppe, ifo Institut München |
Die gegenläufige Entwicklung der beiden Komponenten des Klimaindikators unterstreicht diese Einschätzung: So konnten die leicht verbesserten Urteile zur aktuellen Geschäftslage (+1,9 Zähler auf 14,1 Saldenpunkte) den deutlicheren Rückgang bei den Geschäftserwartungen auf Halbjahressicht (-2,9 Zähler auf 12,0 Saldenpunkte) nicht ganz kompensieren. Offenbar rechnen die Mittelständler für die zweite Jahreshälfte mit weniger konjunkturellem Rückenwind als zurzeit.
Die weiter schwelende Vertrauenskrise an den Finanzmärkten aufgrund der ungelösten Staatsschuldenproblematik sowie der für das kommende Jahr von einer Vielzahl von Regierungen angekündigte Exit aus der expansiven Finanzpolitik, der – ungeachtet seiner Alternativlosigkeit vor allem in den Ländern mit besonders zerrütteten Staatsfinanzen – die globale Nachfrage belasten wird, sind hierfür plausible Gründe.
Das komplette KfW-ifo-Mittelstandsbarometer kann unter kfw.de heruntergeladen werden. Quelle: KfW Bankengruppe
Ähnliche Artikel:
Artikel vom: 06.07.2010 06:37
| Zurück |
|



