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Wien - Alle drei Jahre fokussiert das Umweltbundesamt im Umweltkontrollbericht auf die wichtigsten Herausforderungen in den Umweltthemen. Kernstück des Berichts sind Empfehlungen an EntscheidungsträgerInnen in Österreich. Im Zentrum stehen die Veränderungen zum letzten Umweltkontrollbericht, umweltpolitische Zielsetzungen und deren Erreichung.

Titelblatt 9. Neunten Umweltkontrollbericht
Umweltbundesamt Österreich
Positive Entwicklungen zeigt der jetz erschienene 9. Umweltkontrollbericht bei der Schadstoffbelastung: Hohe Sammel- und Verwertungsquoten insbesondere bei gefährlichen Abfällen stellen sicher, dass Schadstoffe nicht in die Umwelt gelangen.

Zwischen 2004 und 2008 ist das Abfallaufkommen um etwa 2,4 Millionen Tonnen
angestiegen und betrug 2008 rund 56 Millionen Tonnen:
* Die Menge der Aushubmaterialien (25,6 Millionen Tonnen) und Abfälle aus dem Bauwesen (6,6 Millionen Tonnen) hat auf insgesamt 32,2 Millionen Tonnen zugenommen. Die Menge der Aushubmaterialien ist um 3,6 Millionen Tonnen gestiegen und hat mit über 45 Prozent den größten Anteil am Abfallaufkommen. Ausschlaggebend für den Anstieg ist die vermehrte Bautätigkeit für Schieneninfrastruktur.
* Das Aufkommen an Holzabfällen ist um rund 0,78 Millionen Tonnen auf rund 5,7 Millionen Tonnen gestiegen. Gründe dafür sind verbesserte getrennte Sammlungen in Gewerbe/Industrie und bei kommunalen Abfällen.
* Das Abfallaufkommen aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen ist um rund 11 Prozent auf rund 3,8 Millionen Tonnen gestiegen.
* Verbesserte Sammelergebnisse bei Altstoffen, biogenen Abfällen sowie bei Problemstoffen und Elektro- bzw. Elektronik-Altgeräten sind zu verzeichnen.
* Direkt und unbehandelt auf Deponien gelangten im Jahr 2008 nur noch rund 3,7 Prozent oder rund 0,14 Millionen Tonnen der Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen. Dieser Anteil hat sich in den letzten Jahren, bedingt durch die Vorgaben der Deponieverordnung laufend verringert.

Zwischen 2005 und 2008 ist der Anteil direkt deponierter Haushaltsabfälle von 5,9 Prozent auf 3,7 Prozent gesunken. Ausnahmeregelungen betreffend das Deponierungsverbot für Abfälle mit Gehalten an organischem Kohlenstoff von mehr als 5 Prozent endeten mit Ende 2008. Von rund 3,8 Millionen Tonnen Abfall aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen wurden 2008 rund 2,2 Millionen Tonnen oder 57 Prozent über getrennte Sammlungen erfasst.

Die Abfallbehandlung erfolgt in mehr als 2.100 Anlagen. Rund drei Viertel des verbleibenden Restmülls werden thermisch genutzt, ein Viertel wird in mechanisch-biologischen Anlagen behandelt. Deponien und thermische Anlagen werden nach dem Stand der Technik betrieben. Mechanisch-biologische Anlagen, welche als bestehende IPPC-Anlagen anzusehen
sind, waren bis 31. Oktober 2007 an den Stand der Technik anzupassen.

Das vollständige Kapitel des Neunten Umweltkontrollberichts über "Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft" kann unter umweltbundesamt.at(10) heruntergeladen werden. Informationen über Fortschritte bei der Altlasten-Sanierung enthält das entsprechende Kapitel unter umweltbundesamt.at(11).

Quelle: Umweltbundesamt Österreich

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Artikel vom: 06.07.2010 11:15
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